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03.02.2007 - 06:02

Mehr Einsatz gegen Kinderarmut nötig.

Berlin (kobinet) Jedes siebte Kind in Deutschland lebt in Armut. Dieser Missstand in einem der reichsten Industrieländer der Erde darf nicht akzeptiert werden. Das meint die integ-Jugend im Sozialverband Deutschland. Ihr Vorsitzender Oliver Tomaszewski erklärte: "Kinder, die von Armut betroffen sind, werden ihrer Kindheit und ihrer Zukunft beraubt. Eine Kindheit in Armut bedeutet oft eine schlechtere Gesundheit, ein höheres Risiko an Gewalterfahrung in der Familie und vor allem schlechtere Bildungschancen. Das haben die PISA-Studien eindrücklich belegt. Auch kulturell werden arme Kinder an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Sie können sich die Mitgliedschaft in Sportvereinen oder Kinobesuche nicht leisten. Schon früh machen sie die Erfahrung, gesellschaftlich ausgegrenzt zu werden." Die integ-Jugend fordert einen verstärkten Einsatz gegen Kinderarmut. Gebraucht werde eine Vielzahl von ineinander greifenden Maßnahmen. Entscheidend seien eine frühzeitige Förderung und verbesserte Bildungschancen für benachteiligte Kinder. Deren Betreuung und Förderung in qualifizierten Tagesseinrichtungen müsse ausgebaut werden. "Das reicht von Kitas und Kindergärten bis zu einer integrativen Ganztagsschule mit kostenfreiem Schulessen", so Tomaszewski. sch  

 
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