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kobinet-nachrichten 02.05.2007 - 18:15
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Über Einführung eines Neugeborenen-Hörscreenings jetzt entscheiden

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Berlin (kobinet) Der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, hat sich heute dafür ausgesprochen, jetzt eine Entscheidung zu treffen, das universelle Neugeborenen-Hörscreenings einzuführen. Der christdemokratische Bundestagsabgeordnete äußerte sich zu einem am 30. April veröffentlichten Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) über ein solches Programm der Früherkennung von Hörschäden.

Etwa eines von 1.000 Neugeborenen in Deutschland wird demnach mit einem Hörschaden geboren. In einigen Fällen wird diese Hörschädigung erst im Alter von dreieinhalb Jahren erkannt. Ein möglichst frühes Erkennen ist für eine erfolgreiche Therapie außerordentlich wichtig. Die Folgen eines zu spät erkannten Hörschadens können Entwicklungsverzögerungen sein, die ein Leben lang nicht mehr aufzuholen sind. Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses hat das IQWiG den Nutzen eines flächendeckenden Programms zur Früherkennung von Hörschäden untersucht.

Der Abschlussbericht macht deutlich, dass durch ein Hörscreening Hörstörungen früher erkannt werden und sich die Entwicklung der Lautsprache der Kinder mit entsprechender Krankheitsbestimmung verbessert. Nun sei der Gemeinsame Bundesausschuss gefordert, auf der Grundlage der nun vorliegenden Ergebnisse eine Entscheidung über die Einführung des universellen Neugeborenen-Hörscreenings zu treffen, so der Bundestagsabgeordnete . Laut IQWiG können zwar weitere Auswirkungen einer Früherkennung, wie die spätere soziale oder schulische Entwicklung, nicht beurteilt werden. Entsprechende Studien liegen nicht vor und können auch in absehbarer Zukunft nicht vorgelegt werden.

"Ein weiteres langwieriges Abwarten ist den betroffenen Kindern jedoch nicht zuzumuten", erklärte Hüppe. Vielmehr bestehe die Möglichkeit nach Einführung mit den dann zur Verfügung stehenden Daten eine umfassendere Bewertung vorzunehmen. Daneben müsse - wie auch vom IQWiG gefordert - eine strenge Qualitätskontrolle stattfinden, um fehlerhafte Krankheitsbestimmungen möglichst zu vermeiden.

Wichtig sei, dass einer Diagnose auch ein differenziertes Therapieangebot folgt. Hier sei eine umfassende Beratung erforderlich, betonte Hüppe, "bei der zum Beispiel auch betroffene schwerhörige und gehörlose Fachleute mit hinzugezogen werden". sch
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Karin Kestner schrieb am 03.05.2007, 23:04

Muss das sein?

Ich habe die Studie gelesen und frage mich, wie Herr Hüppe auf der Basis ein Hörscreening fordern kann??

Nichts ist bewiesen, alles ist unklar, mehr Spekualtion als Fakten, und Eltern wurden nicht befragt.
Bewiesen wurde durch die Studie nur eins, dass HNO-Ärzte keine saubere wissenschaftliche Forschung betreiben und nicht korrekt dokumentieren.

Fragt die vielen Eltern mit falsch positiven Ergebnissen des Hörschreenings, wie es ihnen in den Monaten bis zur nächsten klärenden Untersuchung, der BERA, ging! Das gestörte emotionale Verhältnis zwischen Eltern und Kinder wurde nicht untersucht. Ein solches Statement von Herrn Hüppe ist mir unbegreiflich, es kann nicht sein, dass er die Studie wirklich gelesen hat.

Karin Kestner

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