Kobinet Logo
Druckversion
kobinet-nachrichten 04.05.2007 - 00:00
URL:
http://www.kobinet-nachrichten.org

Gute Entwicklung kommt nicht bei behinderten Menschen an

.

Berlin (kobinet) Die Arbeitslosenzahlen entwickeln sich allgemein positiv, die Wirtschaft läuft gut. Bei schwerbehinderten Menschen kommt die gute Konjunktur aber nach Ansicht des behindertenpolitischen Sprechers der Bundestagsfraktion von CDU/CSU, Hubert Hüppe, bisher aber nicht ausreichend an.

So verringerte sich nach Informationen des Bundestagsabgeordneten in den 370 von der Statistik der Bundesagentur erfassten Bezirken die Zahl schwerbehinderter Arbeitsloser im April gegenüber dem Vormonat lediglich um etwas mehr als ein Prozent. Der Gesamtbestand der Arbeitslosen nahm hingegen um mehr als drei Prozent ab. In konkreten Zahlen bedeutet dies, dass im April 2007 167.709 schwerbehinderte Menschen als arbeitslos erfasst waren. Im März 2007 waren es noch 169.568 schwerbehinderte Menschen. "Diese unterschiedliche Entwicklung ist schon seit Monaten zu beobachten", so Hubert Hüppe.

"Für die betroffenen schwerbehinderten Menschen ist diese Situation sehr schwierig. Jetzt muss umgehend gehandelt werden. Es muss zusammen mit Vertretern der Wirtschaft und der Arbeitnehmerschaft überlegt werden, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um die Beschäftigungschancen zu verbessern. Hierbei müssen auch die sinkenden Einnahmen aus der Ausgleichsabgabe thematisiert werden, denn die Integration von schwerbehinderten Arbeitslosen kann von Seiten der Integrationsämter nicht mehr in dem Umfang unterstützt werden, wie dies noch vor Jahren der Fall war", fordert Hubert Hüppe. omp
 

  Follow @kobinetev
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
nächste Nachricht >>
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Wasilios Katsioulis schrieb am 05.05.2007, 14:29

Erwerbsminderung und ALG II

Sinn machen würde meiner Meinung nach, wenn die erwerbsgeminderten (3-6 Stunden) aus der ALG II Leistung herausgenommen würden und stattdessen Grundleistung beziehen würden: Betraglich macht das keinen unterschied, aber der Status der Behinderten würde sich verbessern.

Es ist ein offener Widerspruch dass die ALV von Vermittelbarkeit dieser Gruppe ausgeht während die Rentenversicherung gleichzeitig von keiner vermittelbarkeit spricht, weil es definiv keine Halbtagsstellen für erwerbsgeminderte Personen gibt.

Dies würde danach auch positive Effekte auf die Statistik hinterlassen und die betroffenen Personen könnten ihr Leben besser planen.

Marcus John schrieb am 04.05.2007, 09:14

Frage an Herrn Hüppe

Als geneigter Leser fragt man sich dann, was Herr Hüppe denn dann gegen die "Abwicklung" der Arbeitsvermittlung für schwerbehinderte Akademiker getan hat. Wo war da seine Stellungnahme, seine Einflußnahme?

M.J.

© Kooperation Behinderter im Internet e.V.
Alle Rechte vorbehalten

Seite drucken
Zur Online Version