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11.09.2007 - 09:38

Internetportal zu Transparenz in der Pflege.

Von Guntram Hoffmann

Magdeburg (kobinet) Mit zehn Einrichtungen hat Sachsen-Anhalt ein Internetportal zur Transparenz in Pflegeeinrichtungen gestartet.

Sachsen-Anhalt geht einer Pressemitteilung des Landes zufolge als erstes Bundesland mit einem standardisierten Internetportal zur Qualität in der Pflege an den Start. Gesundheits- und Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe und der Vorsitzende des Landespflegeausschusses, Gerd Kuhnert, schalteten die Plattform gestern frei. Unter www.transparenz-in-der-pflege-lsa.de geben Pflegeeinrichtungen auf freiwilliger Basis nach standardisierten und von der Aufsicht kontrollierten Kriterien Selbstauskunft. Zum Start präsentieren sich zehn Einrichtungen. Die Daten und Fakten von 19 weiteren Pflegeanbietern befinden sich derzeit in der Aufbereitung, so dass sie zeitnah ebenso abrufbar sein werden.

Gesundheitsministerin Dr. Gerlinde Kuppe erklärte: "Mehr Transparenz ist der Schlüssel für mehr Qualität in der Pflege. Das schafft Vertrauen. Pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger und ihre Angehörigen haben ein Recht darauf zu erfahren, mit wem sie es zu tun haben. In der aktuellen Diskussion zur Reform der Pflegeversicherung werde ich mich dafür stark machen, dass eine Offenlegung von Qualitätsdaten zur Pflicht wird. Damit wir aber auch zweifelsfrei wissen, über welche Daten gesprochen wird, brauchen wir zweitens einen verlässlichen, das heißt einen bundesweit einheitlichen und verständlichen Kriterien- und Prüfkatalog."

Der Vorsitzende des Landespflegeausschusses, Gerd Kuhnert, betonte: "Einen Angehörigen selbst zu pflegen oder ihn in einer stationären Pflegeeinrichtung pflegen zu lassen, ist ein sehr sensibles Thema. Unsere bedienfreundliche Suchmaschine gibt interessierten Personen einen detaillierten Einblick in die Pflegelandschaft und die Pflegequalität in Sachsen-Anhalt. Gerade was die Transparenz in der Pflege betrifft, nimmt unser Bundesland mit seinem speziell entwickelten Transparenzverfahren eine Vorreiterrolle ein."

Das Projekt geht auf eine Initiative des Landespflegeausschusses zurück. Es läuft zunächst ein Jahr als Modell und wird in dieser Zeit wissenschaftlich begleitet. In Sachsen-Anhalt leben nach Angaben der Pflegekassen derzeit rund 80.000 Pflegebedürftige. Davon werden etwa 24.500 in Pflegeeinrichtungen betreut. Rund 55.500 Pflegebedürftige werden zu Hause durch Familienangehörige, ehrenamtlich Pflegende oder Pflegedienste versorgt. omp
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Petra Hannemann schrieb am 11.09.2007, 16:38

Hannemann

Ich habe jetzt schon viel über die Pflege im Altersheim gelesen. Meine Mutter liegt seit ihrem Schlaganfall im Seniorenzentrum C.Pischel in Burg. In diesem Heim ist alles in Ordnung. Angefangen von der Pflege bis hin zur Betreuung der Patienten.
Ganz im Gegenteil vom Burger Krankenhaus. Meine Mutter habe ich dort auf eigener Verantwortung rausgeholt, weil die Pflege eine Katrastropfe war. Eine Bewerde habe ich an den Geschäftsführer geschrieben. Der hat dieses Problem gleich den Pflegedienstleiter weiter geleitet und Herr Förster geht nur was in den Akten steht. Was alles schief lief, stand natürlich nicht drin. Da ich von da keine entsprechende Antwort bzw. mal eine Entschuldigung erhalten habe, habe ich diesen Vorfall auch dem Ministerium mitgeteilt.
Nicht bloß Altenheime sollten kontrolliert werden und ein Prüfsiegel bekommen, auch die Krankenhäuser.

Mit freundlichen Grüßen


Petra Hannemann

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