
Von kobinet-Korrespondent Hans-Peter Terno
Mainz (kobinet) Mit viel Prominenz feierte der Landesblinden- und Sehbehindertenverband Rheinland-Pfalz am Wochenende seinen 60. Geburtstag. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck setzte sich dabei u.a. für eine Initiative für eine barrierefreie Unterhaltungselektronik ein.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, die Sozialministerin des Landes, Malu Dreyer sowie die neue Landesbehindertenbeauftragte Marita Boos-Waidosch gehörten zu den Gratulanten zum Jubiläum des Verbandes. Kurt Beck berichtete in seiner Rede von seinem Besuch auf der Berliner Funkausstellung. "Viele Geräte der Unterhaltungselektronik sind heutzutage für blinde Menschen nicht mehr zu bedienen", führte er aus. Kurt Beck will zur nächsten Internationalen Funkausstellung eine Initiative starten, um Produktentwickler und Betroffene an einen Tisch zu bringen, damit gemeinsam Initiativen für eine barrierefreie Unterhaltungselektronik gestartet werden.
Sozialministerin Malu Dreyer will sich dafür einsetzen, dass die Sehschule der Universitäts-Augenklinik wie in anderen Bundesländern auch, ausfinanziert wird, um eine optimale Ausnutzung der Sehreste zu erreichen. Die Vorsitzende des Deutschen Blinden- und Sehbehhindertenverbandes, Renate Reymann, konnte wegen eines Todesfalles nicht persönlich erscheinen und ließ ihre Rede verlesen. Sie berichtete, dass 72 Prozent der arbeitsfähigen Blinden und Sehbehinderten trotz bester Ausbildung arbeitslos sind und wegen fehlender Arbeitsplatzausstattung und Assistenz Einstiegschancen wie 1 Euro Jobs oder 400 Euro Jobs nicht wahrnehmen könnten. Sie kündigte umfassende Initiativen eines Netzwerkes aus Blindenverbänden und Bildungseinrichtungen an. Sozialministerin Malu Dreyer
kündigte in diesem Zusammenhang an, dass sie sich dafür einsetzen wolle, dass blinde und sehbehinderte Masseure und Physiotherapeuten verbesserte Berufschancen bekommen. omp