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13.09.2007 - 10:25

Bürgerschaftliches Engagement stärken.

Marburg (kobinet) "Engagement macht stark” - so lautet das Motto der "Woche des bürgerschaftlichen Engagements", die vom 14. bis 23. September begangen wird. Damit will das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) den Blick auf die 23 Millionen freiwillig Engagierten in Deutschland lenken. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe weist darauf hin, dass viele Freiwillige auch für die Lebenshilfe aktiv sind.

"Die Lebenshilfe mit bundesweit 135.000 Mitgliedern basiert seit ihrer Gründung 1958 auf freiwilligem Engagement von Eltern, Fachleuten und Interessierten, und bis heute lebt die Arbeit der mehr als 500 Orts- und Kreisvereinigungen von den 'Ehrenamtlern'. Auch in den Einrichtungen wie Wohn- und Werkstätten oder Kindergärten sind neben den professionellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Freiwillige tätig: bei der individuellen Begleitung behinderter Menschen, bei der Organisation von Festen und Veranstaltungen, bei der Hilfe für Angehörige", heißt es in einer Presseerklärung der Lebenshilfe.

Um noch mehr Bürgerinnen und Bürger für geistig behinderte Menschen zu gewinnen, hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe in Marburg seit Anfang September das Projekt "Lebenshilfe aktiv” eingerichtet. Es soll vor allem dazu dienen, ihre Mitgliedsorganisationen bei der Ansprache und Einbindung Freiwilliger in die Lebenshilfe-Arbeit zu unterstützen. "Lebenshilfe aktiv” wird Ideenbörsen organisieren und Workshops für Freiwilligen-Koordinatoren in den Lebenshilfen. "Denn die Erfahrung zeigt, Freiwillige kommen nicht von ganz allein. Sie brauchen kompetente Ansprechpartner/innen in den Vereinigungen”, so Wilfried Wagner-Stolp, Leiter des Projekts. Auch Werbemittel und Serviceinformationen sollen in Marburg bereitgehalten werden.

Teilhabe und Integration sind Schwerpunktthemen in der Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Gesellschaftliche Teilhabe ist für Menschen mit geistiger Behinderung von besonderer Bedeutung. Dazu trägt freiwilliges Engagement bei. Behinderte Menschen wollen hier aber nicht nur Nutznießer sein: Vielmehr möchten sie auch selbst für andere bürgerschaftlich aktiv werden. Da gibt es in Marburg, Hessen, als auch in Siegen, Nordrhein-Westfalen, geistig behinderte Menschen, die bei der "Tafel” mitmachen, heißt es in der Pressemitteilung. Solche Ideen zu sammeln, an andere Initiativen weiterzugeben, soll ebenso Teil des Projekts sein wie neue Konzepte zu entwickeln, die es interessierten Menschen mit geistiger Behinderung erleichtern, als starke, tätige Bürger/innen aktiv zu werden. omp
 

 
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