
Berlin (kobinet) Es wird nach Ansicht der Volkssolidarität Zeit, dass die Rentnerinnen und Rentner die positiven Folgen der wirtschaftlichen Entwicklung zu spüren bekommen. "Ein deutliches Rentenplus ist mehr als überfällig", erklärte heute der Bundesgeschäftsführer des Sozialverbands, Dr. Bernd Niederland, zu Meldungen über mögliche Rentenerhöhung von 1,7 Prozent und mehr im nächsten Jahr.
"Die Berechnungen der Wirtschaftsinstitute stützen die Forderung der Volkssolidarität und anderer Sozialverbände nach höheren gesetzlichen Renten", so Niederland. "Nach den drei Nullrunden und der minimalen Erhöhungin diesem Jahr um 0,54 Prozent, die nicht mal als Trostpflaster taugt, ist ein deutliches Rentenplus in den kommenden Jahren angesagt. Die Rentnerinnen und Rentner dürfen nicht weiter von den positiven Wirkungen des wirtschaftlichen Aufschwungs abgekoppelt bleiben."
Der Bundesgeschäftsführer betonte, dass infolge der Preissteigerungsraten und der wachsenden Kosten bei Gesundheit und Pflege die Nullrunden seit 2003 zu einem realen Rentenminus von zehn Prozent geführt haben. Daran habe auch die diesjährige geringe Erhöhung nichts geändert. "Diese Entwicklung muss gestoppt und umgekehrt werden", forderte er. Die Rente müsse wieder generell an die Dynamik der Löhne angepasst werden. Das sei ein erster Schritt, um Altersarmut zu verhindern, so Niederland. Dazu gehöre auch, das Rentenniveau wieder anzuheben.
"Nach einem langen Arbeitsleben muss die gesetzliche Rente für ein Alter in Würde reichen. Dafür sind politische Schritte notwendig, die eine Abkehr von der bisherigen bewussten Absenkung des Rentenniveaus bedeuten", so Niederland. "Für die Volkssolidarität gehört auch die Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung dazu. Die Politik könnte so Zeichen für mehr soziale Gerechtigkeit setzen, die viele Bürger schmerzlich vermissen, wie aktuelle Umfragen zeigen." sch