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kobinet-nachrichten 17.09.2007 - 19:26
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Forderungen an pflegepolitische Akteure in Nordrhein-Westfalen

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Düsseldorf (kobinet) Der Sozialverband Deutschland sieht die pflegepolitische Marschrichtung grundsätzlich in der Forderung "Daheim statt Heim". Das betonte heute die nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Marianne Saarholz vor der Landespressekonferenz in Düsseldorf.

Sie stellte "Forderungen für eine würdevolle Pflege" vor, die als gesamtgesellschaftliche Aufgabe solidarisch und paritätisch getragen werden müsse. Die Pflegeversicherung sollte zu einer Pflege-Bürgerversicherung ausgebaut werden, die alle Bürgerinnen und Bürger entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einbezieht. Saarholz betonte, dass Probleme in der Pflege vorrangig strukturell verursacht seien.

"Über zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden zu Hause von Angehörigen unentgeltlich gepflegt. Dies bringt oft große persönliche und gesundheitliche Belastungen für die Pflegenden mit sich", erklärte die Vizepräsidentin des SoVD. Sie forderte mehr professionelle Entlastung und Unterstützung durch ambulante Dienste und teilstationäre Einrichtungen, Reha - und Präventionsmaßnahmen, kompetente Beratung und den Ausbau des Angebots pflegeergänzender Dienste. Auch allein stehende Pflegebedürftige müssten mit professioneller Hilfe so lange wie möglich selbst bestimmt in eigener Häuslichkeit leben können. Die pflegepolitische Marschrichtung müsse grundsätzlich "Daheim statt Heim!" sein. Der Ausbau neuer Wohnformen wie Haus - und Wohngemeinschaften sollte gefördert werden. Zudem müssten Pflegeheime in Zukunft kleiner und überschaubarer sein.

"Menschenwürdige Pflege ist nur mit ausreichendem und qualifiziertem Personal möglich. Die Mindestfachkraftquote von 50 Prozent muss erhalten bleiben. Dem Wunsch - und Wahlrecht ist Rechnung zu tragen. Jeder Heimbewohner muss ein Einzelzimmer beziehen können, Dreibettzimmer sind zu untersagen. Die Heimaufsicht ist zu stärken", betonte Saarholz. sch

Die komplette 32-seitige Broschüre "Für eine würdevolle Pflege - Forderungen des SoVD NRW an die pflegepolitischen Akteure in Nordrhein-Westfalen" kann auf www.sovd-nrw.de heruntergeladen werden
 

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