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18.09.2007 - 12:05

Mehr Anerkennung für ehrenamtlich Tätige gefordert.

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat heute mehr Anerkennung für ehrenamtlich Tätige gefordert. Anlässlich der Woche des Ehrenamts erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer: "Ehrenamtliches Engagement ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer solidarischen Gesellschaft. Insbesondere die ehrenamtliche Tätigkeit im sozialen Bereich ist von größtem Wert für den
gesellschaftlichen Zusammenhalt." Ehrenamtliches Engagement müsse gesellschaftlich noch stärker anerkannt werden.

"Bund, Länder und Kommunen sind aufgerufen, die Leistungen ihrer engagierten Bürgerinnen und Bürger mehr als bisher zu würdigen. In einigen Bundesländern und Kommunen (z. B. Hessen, Bayern, Niedersachsen, Remscheid) gibt es einen offiziellen Kompetenznachweis für Ehrenamtliche, der ihren Einsatz bestätigt und ihnen auch bei der Lehrstellensuche oder für ihren beruflichen Weg nützen kann", sagte Bauer. Der SoVD regt an, solche Kompetenznachweise bundesweit einzuführen. Auch das Modell der Ehrenamts-Card, die Inhabern den vergünstigten Besuch in kommunalen Einrichtungen, Museen etc. ermöglicht, eigne sich als Vorbild bundesweit und sollte von weiteren Kommunen eingeführt werden.

Der SoVD fordert außerdem, die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement weiter zu verbessern. Bürgerschaftliches Engagement ist für ehrenamtlich Tätige eine Bereicherung, denn sie gewinnen soziale Kontakte, Erfahrungen und Fähigkeiten. Der Zugang zu ehrenamtlichem Engagement müsse allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen. Vor allem Kindern und Jugendlichen, die von Hartz IV oder Sozialhilfe leben, müsste die Mitgliedschaft in gemeinnützigen Vereinen und damit ein Zugang zu freiwilligem sozialen Engagement ermöglicht werden. Die Mitgliedsbeiträge für Vereine sollten daher in den Regelsätzen bedarfserhöhend berücksichtigt werden.

"Ehrenamtliches Engagement darf kein Lückenbüßer sein.
Ehrenamtliche Kräfte dürfen nicht dort eingesetzt werden, wo für sozialstaatliche Aufgaben finanzielle Mittel eingespart werden", so der SoVD-Präsident. Gesellschaftliches Engagement könne sozialstaatliche Aufgaben ergänzen, dürfe sie aber nicht ersetzen. sch
 

 
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