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21.09.2007 - 06:06

Mobilitätstraining für kritische Hinweise genutzt.

Berlin (kobinet) Fahrgäste im Rollstuhl haben in dieser Woche das erste Mobilitätstraining der Berliner S-Bahn (kobinet 14.9.07) genutzt, um mit kritischen Hinweisen an das Verkehrsunternehmen auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Zu große Höhenunterschiede zwischen Bahn und Bahnsteig, vor allem aber fehlende oder defekte Aufzüge, kritisierte Uwe Hoppe vom Berliner Behindertenverband (BBV). "Manchmal dauere es Tage, bis ein Lift repariert sei. Trotz allem schneide Berlin im Vergleich zu anderen - vor allem ostdeutschen - Großstädten in Sachen Barrierefreiheit relativ gut ab", zitierte die Berliner Morgenpost den BBV-Mann . "Es hat sich viel getan", so Hoppe. "Aber es bleibt auch noch viel zu tun."

Bei der S-Bahn sind nach Unternehmensangaben 132 der 165 Bahnhöfe durch Aufzüge, Rampen oder ebenerdige Zugänge für Rollstuhlfahrer nutzbar. Im kommenden Jahr sollen mit den Stationen Baumschulenweg, Adlershof, Schöneweide, Karow und Lichtenberg mindestens fünf weitere hinzukommen, wie Unternehmenssprecher Gisbert Gahler in der Morgenpost ankündigte. Pro Ausbau investieren Bahn und Land etwa 500.000 Euro.

Doch alle Maßnahmen helfen nichts, wenn Anlagen versagen oder die Kommunikation nicht stimmt. Es komme vor, dass Umleitungszüge bei Betriebsstörungen im "liftlosen" Nirgendwo enden, kritisierte Uwe Hoppe. Seit das Bahnsteigpersonal bei der S-Bahn stetig reduziert wird, sind Fahrgäste im Rollstuhl meist auf die Hilfe des Zugführers angewiesen und sollen möglichst im ersten Wagen einsteigen. sch
 

 
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