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05.11.2007 - 08:00

Wiener Assistenzgenossenschaft feierte fünfjähriges Bestehen.

Wien (kobinet) In der vergangenen Woche feierte die Wiener Assistenzgenossenschaft (WAG) ihr fünfjähriges Jubiläum mit einem abwechslungsreichem Programm und zahlreichen Gästen aus Politik, Kunst und Sozialbehörden mit vielen Aktivisten und Aktivistinnen aus der österreichischen Behindertenszene.

Im Februar 2002 gründeten Dorothea Brozek, Roswitha Schachinger und Bernadette Feuerstein nach dem Vorbild der Bremer Assistenzgenossenschaft die WAG, um persönliche Assistenz mit anderen Menschen mit Behinderungen gemeinsam und solidarisch zu organisieren. Nicht ohne Stolz blickte die Geschäftsführerin Mag, Dorothea Brozek, die selbst auf persönliche Assistenz angwiesen ist, bei der Jubiläumsparty am letzten Dienstag auf die vergangenen fünf Jahre zurück. Von anfänglich 6.400 geleisteten Stunden im Gründungsjahr 2002 organisiert die WAG inzwischen 110.000 Stunden persönliche Assistenz in diesem Jahr.

"Persönliche Assistenz hat auch wirtschaftliche Komponenten", hielt die Geschäftsführerin Brozek in ihrer Jubiläumsrede fest. So seien beispielsweise im Rahmen der WAG 225 Beschäftigungsverhältnisse mit persönlichen AssistentInnen geschaffen worden. "Zusätzlich hat die WAG 10 Arbeitsplätze im Büro - zum Großteil für behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - geschaffen", so Brozek. "Seit zwei Jahren sind wir auch in Niederösterreich und im Burgenland tätig. Unser Ziel ist es in Österreich bedarfsgerechte einheitliche und einkommensunabhängige Regelungen für persönliche Assistenz zu erreichen. Dafür werden wir auch mit unseren KollegInnen aus ganz Europa auf europäischer Ebene streiten, denn dort werden langfristig die Weichen auf ein Recht auf persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen gestellt werden." Ein geselliger Abend mit Jazz und einem Buffet folgte einem abwechslungsreichen und spannenden Festtag. omp
 

 
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