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22.11.2007 - 11:42

Persönliche Assistenz und barrierefreie Wohnungen.

Jena (kobinet) Persönliche Assistenz und barrierefreie Wohnungen sind wichtige Schlüssel für ein Leben behinderter und älterer Menschen in der Gemeinde. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Veranstaltung des Jenaer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, die gestern in Jena stattfand.

Für Frank Pechmann, der im Rahmen der Veranstaltung beschrieb, was es heißt, mit 24 Stunden Assistenz zu leben, ist die Sachlage klar. "Ich habe es erlebt, wie es im Heim ist und kann nur allen empfehlen, die noch in Heimen leben, schnellstmöglich auszuziehen", erklärte der Rollstuhlnutzer, der zum ersten Mal an einer Podiumsdiskussion mitgewirkt hat. "Man muss sich ständig an den Lebensrhythmus anderer Menschen anpassen und viele haben nicht mal ein Zimmer für sich selbst". Frank Pechmann und Tilo Bösemann zeigten im Rahmen der Veranstaltung auf, dass ein Leben mit Assistenz in der eigenen Wohnung möglich ist. Auch Dirk Strecker, Vater eines schwerstbehinderten Kindes, das zu Hause mittels Persönlicher Assistenz unterstützt wird, zeigte auf, dass es Lösungen gibt. Zudem wurden verschiedene Unterstützungsdienste wie der Helfer- und Assistenzdienst und die Sozialstation der Diakonie Jena vorgestellt. Bei all den Möglichkeiten, die es gibt und für die die Betroffenen gekämpft haben, wurde auch deutlich, dass es noch viele Hürden zu überwinden gilt. Vor allem der Umgang mit den diversen bürokratischen Hürden sei für viele eine große Herausforderung, hier sei dringend Unterstützung und Erleichterung nötig.

Barbara Stötzer-Manderscheid machte deutlich, dass es in Jena viel zu wenig barrierefreie Wohnungen gibt. Die Rollstuhlnutzerin sucht selbst schon seit längerem eine adäquate Wohnung und wurde nicht fündig. "Bisher gibt es in diesem Bereich in Jena viel zu wenig Bewusstsein und Aktivitäten - das muss sich ändern", so Barbara Stötzer-Manderscheid. omp
 

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