
Kassel (kobinet) Dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) ist es 2007 zum dritten Mal in Folge gelungen, die Verbandsumlage, die zur Finanzierung der sozialen Aufgaben des LWV von den hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten erhoben wird, trotz weiter steigender Fallzahlen konstant zu halten.
Für das laufende Haushaltsjahr, unterrichtete LWV-Landesdirektor Uwe Brückmann jetzt den Verwaltungsausschuss, kann der LWV eine weitere Verbesserung verbuchen: Zusätzliche 27,6 Millionen Euro können gegenüber den Haushaltsansätzen eingespart werden - eine Verbesserung, die auf den konsequenten Konsolidierungskurs des LWV zurückgeht: "Von den Einsparungen entfallen allein rund 20 Millionen Euro auf den Bereich der überörtlichen Sozialhilfe. Hier macht sich zunehmend die Umsteuerung auf bedarfsgerechte und auch kostengünstigere ambulante Hilfeformen bemerkbar. Beim Betreuten Wohnen konnten wir in diesem Jahr rund 600 neue Plätze schaffen und somit eine deutlich teurere Unterbringung in Wohnheimen vermeiden."
Weitere Einsparungen habe man bei den Personal- und Sachkosten für die LWV-Verwaltung erzielen können: "Hier waren die Haushaltsansätze ohnehin knapp kalkuliert, dennoch konnten wir bei den Personalkosten zusätzlich 540.000 und bei den Sachkosten rund 610.000 Euro einsparen, so dass wir - besonders bei den Personalkosten - deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen", sagte Brückmann.
"Die gute Haushaltsentwicklung wird unsere Position bei den Diskussionen um die Zukunft des Verbandes stärken - ich werde in den kommenden Gesprächsrunden auf das Erreichte deutlich hinweisen", unterstrich der LWV-Chef. "Im Ergebnis werden die Veränderungen auf der Einnahme- und Ausgabeseite dazu führen, dass bei der Haushaltsplanung 2008 die benötigten Verbandsumlagemittel deutlich geringer ausfallen werden als noch bei der Beschlussfassung über die Eckwerte 2008 kalkuliert", warf Brückmann einen Blick auf den 19. Dezember. An diesem Tag wird der LWV-Kämmerer den Haushaltsplan für 2008 in die Verbandsversammlung einbringen. omp