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kobinet-nachrichten 23.11.2007 - 09:04
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Contergan-Film mit Bambi ausgezeichnet

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München (kobinet) Der Fernsehfilm "Contergan" erhält bei der diesjährigen Bambi-Verleihung einen Sonderpreis. Das teilte der Burda-Verlag in München mit. Wie heute in den Medien berichtet wird, überzeugte die Jury der "Film um den größten Arzneimittelskandal der deutschen Geschichte und dessen tragische Folgen" durch herausragende künstlerische Leistungen. "Der entschlossene Kampf der Filmemacher für mehr Menschlichkeit, gegen das Vergessen und gegen alle Widerstände verdient größten Respekt."

ARD und Produzent Michael Souvignier stritten lange vor Gericht mit der Firma Grünenthal, Hersteller des Schlafmittels Contergan, um diesen Film, ehe er am 7. und 8. November erstmals ausgestrahlt werden konnte. Die Bambi-Verleihung findet am 29. November in Düsseldorf statt. sch
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gernot Stracke schrieb am 22.01.2008, 10:41

Den Medien sei Dank

Man kann den WDR und die Fa. Zeitsprung nur loben für die Produktion des Contergan-Spielfilmes sowie für das konsequente Durchhalten gegen die Klage der Fa. Grünenthal und den damaligen Opferanwalt Schulte-Hillen vor den Hamburger Gerichten.
Der Film hat für die Betroffenen etwas in Bewegung gebracht, was diese aus eigener Kraft bisher nicht erreicht hatten und wahrscheinlich auch nicht hätten erreichen können.
Wenn Grünenthal am 25. Januar 2008 immer noch vor dem Landgericht Hamburg gegen die Ausstrahlung des Filmes klagt, zeigt das deutlich, welche Wirkung die Medien entfalten können und wieviel Positives sie damit bewirken können.
Schade nur, dass die Medien in den sechziger Jahren noch nicht die Möglichkeiten von heute besaßen (Internet, Multi-Channels etc.). Der Prozess wäre wahrscheinlich zügig und im Sinne der Betroffenen verlaufen. Die Opfer müssten heute nicht um Ihre Zukunft und Lebensqualität bangen, weitere Entschädigungen für Folgeschäden und Frühverrentungen einfordern und als Bittsteller vor den Sozialbehörden vorstellig werden.
Insofern darf dieser Spielfilm gern mit allen zur Verfügung stehenden Preisen ausgezeichnet werden. Weiter so und herzlichen Dank.
Gernot Stracke

Gerd Frank schrieb am 30.11.2007, 15:14

Goldene Kamera

für Contergan Film " Nur eine Tablette" Allein schon die Nominierung ist klasse. Wenn dieser Film SIE dann noch bekommt wäre super Klasse
Für die FA Grünenthal könnte es dann eng werden. Er (Sebastian Wirtz Geschäftsführer) sollte das Gespräch mit den Betroffenen suchen. Er täte gut daran den Schaden soweit wie überhaupt möglich wieder gut zu machen. Ansonsten könnte es zum Riesenboykott kommen. (oder ??????) Er sollte sich vor Augen halten.Tausende Arbeitsplätze stehen dann auf dem Spiel. Sebastian Wirtz sollte die Klagen zurücknehmen. In einer Entschädigung die weitgehends alle zufriedenstellt ist das Geld mit Sicherheit besser angelegt.


Ps: Ich "drücke" mal ganz fest die Daumen das der Film die goldene Kamera bekommt.

Max Mütze schrieb am 30.11.2007, 10:31

Wunsch des Produzenten

Bei der Bambi-Verleihung gestern Abend äußerte der Produzent des Films seinen einzigen Wunsch, dass Grünenthal mit den Prozessen aufhört und den Dialog mit den Contergan-Betroffenen aufnimmt. Der Fernseh-Zweiteiler ist jetzt auch für die Goldene Kamera nominiert worden.

Gerd Frank schrieb am 26.11.2007, 07:12

Unkenntnis ?

Der Bambi -Sonderpreis für den Contergan-Film ist nicht extra für den Film erfunden worden. Dieser Preis ist ein fester Bestandteil dieser Verleihungen. Fazit : Bevor hier etwas niedergeschrieben wird, sollten sich die LeserbriefschreiberInnen besser informieren bevor über eine "angebliche Sonderbehandlung " hier kritisiert wird.

Dorothea Moesch schrieb am 25.11.2007, 16:01

SONDERpreis?

Erscheint es nicht mindestens seltsam, dass ausgerechnet ein Film ÜBER sogenannte "Behinderte" einen SONDERpreis bekommt?

Warum "passte" er nicht in die "allgemeinen" Kategorien? Kommen "Behinderte" mal wieder nicht vor, oder muss es so ganz beSONDERs hervorgehoben werden, dass "diese Menschen" mal abgebildet werden?

Bernhard Quiel schrieb am 23.11.2007, 20:29

Der verdiente Lohn

Den Mut zu finden über Contergan eine Spielfilm zu produzieren finde ich sehr mutig und passt sehr gut in die heutige Zeit. Es gibt den Betroffenen wieder Mut aufzustehen und für Ihre Sache zu kämpfen, denn 2700 Contergangeschädigte Menschen leben zum größten Teil an und unter der Armutsgrenze.
Es muß jetzt einen großen Ruck in der deutschen Bevölkerung geben, damit für die Contergangeschädigten ein Leben in Würde und Anstand möglich ist.
Der 2- teilige Spielfilm hat mich sehr bewegt und nachdenklich gemacht, wie in Deutschland mit Menschenleben umgegangen wird. Keiner ob die Regierung oder die Grünthalwerke machen sich ernsthaft Gedanken wie es den Opfern heute geht. Das finde ich sehr schade, denn jeder Mensch hat ein verbrieftes Recht auf Unversehrtheit und das wurde hier mit Füßen getreten. Menschen mit so wenig Geld 545,--Euro im Monat, da soll mir bitte einer zeigen wie Mann oder Frau eine Familie gründen soll oder kann. Ich finde die Medien sollten ruhig mehr von Menschen mit Behinderungen zeigen, die öffentlich- rechtlichen Fernsehsender sind auf einem sehr guten Weg finde ich, dafür sage ich hiermit danke. Für den Mut und die Ausdauer für die Ausstrahlung des Filmes bei den Machenschaften der Schuldigen. Herr Wirtz sollte gut beraten sein nicht mit leeren Händen bei dem versprochenen Treffen mit Betroffenen zu erscheinen. Ich glaube wenn die Familie Wirtz nicht reagiert, werden viele Menschen die Produkte boykottieren und das finde ich dann auch gerechtfertigt. Den Menschen die mit dem Leid anderer reich werden verdienen es auch wachgerüttelt zu werden und das funktioniert eben bei solchen Menschen über das von Ihnen über alles geliebte Geld.

Gerd Frank schrieb am 23.11.2007, 11:25

Klasse

Super das dieser Film einen Bambi bekommt.

Aber Grünenthal sollte auch ein Preis bekommen. Insbesondere deren Geschäftsführer. Er sollte den Betonkopf des Jahres bekommen. Wenn den sich einer verdient hat wer dann. Ich finde sein Einsatz(???????)für die Conterganopfer sollte in diesem Fall speziellen Fall auf jedenfall gewürdigt werden.

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