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kobinet-nachrichten
28.11.2007 - 14:52
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Mainz (kobinet) Marita Boos-Waidosch hat sich aus gesundheitlichen Gründen entschieden, ihr Amt als Landesbehindertenbeauftragte in Rheinland-Pfalz zur Verfügung zu stellen. Ottmar Miles-Paul wird ihre Nachfolge antreten.
Marita Boos-Waidosch hat sich aus gesundheitlichen Gründen entschieden, ihr Amt als Landesbehindertenbeauftragte zur Verfügung zu stellen, wie die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer heute in Mainz mitteilte. "Ich bedaure das zutiefst, respektiere aber voll und ganz die Entscheidung von Marita Boos-Waidosch, ihrer Gesundheit den Vorrang zu geben", so die Ministerin. Die Landesbehindertenbeauftragte habe die Entscheidung, ihr Amt nicht fortzuführen, schweren Herzens und nach sehr gründlicher Überlegung getroffen. "Ich freue mich jedoch darüber, dass sie der Landespolitik weiterhin ihr Wissen und ihre Erfahrungen für die Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen zur Verfügung stellen wird", so Malu Dreyer. Marita Boos-Waidosch werde in ihrer Eigenschaft als Behindertenbeauftragte der Landeshauptstadt Mainz auch zukünftig eine kompetente Mitgestalterin für die Belange behinderter Menschen sein.
Die Nachfolge von Marita Boos-Waidosch tritt Ottmar Miles-Paul an. "Mit der Berufung von Ottmar Miles-Paul zum Landesbehindertenbeauftragten konnten wir einen langjährig engagierten und äußerst erfahrenen behinderten Menschen für dieses Amt gewinnen", sagte die Ministerin. Der sehbehinderte Publizist genieße bundesweite und internationale Anerkennung in seinem Wirken für die Selbstbestimmung und Gleichstellung behinderter Menschen und habe die Entwicklung der rheinland-pfälzischen Politik für Menschen mit Behinderungen bereits in der Vergangenheit konstruktiv begleitet.
Der 1964 im baden-württembergischen Ertingen geborene Ottmar Miles-Paul studierte von 1985 bis 1990 Sozialwesen in Kassel und lernte während eines 15monatigen Aufenthaltes in Berkeley bei San Francisco die Behindertenpolitik der USA kennen, heißt es in der Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums. Ottmar Miles-Paul wirkte nach Abschluss seines Studiums als Diplom Sozialarbeiter an der Gründung und dem Aufbau vieler Initiativen und Projekte zur Selbstbestimmung behinderter Menschen mit. Als Geschäftsführer der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) baute er die Organisation von 1993 bis 1999 zu einem starken Verband von behinderten für behinderte Menschen auf und legte wichtige Grundlagen für einen Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik. Seit Ende 2001 ist Miles-Paul als Freiberufler in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Projektmanagement tätig und baut dabei auch auf seinen Erfahrungen in internationalen Organisationen wie bei Disabled Peoples' International und beim Europäischen Behindertenforum auf. Zudem engagierte er sich seit April 2001 für die Umsetzung des Konzeptes für ein barrierefreies Kassel.
"Ich bin sicher, dass die Erfahrungen von Ottmar Miles-Paul auf allen Ebenen - international, national und kommunal - wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Teilhabe behinderter Menschen in Rheinland-Pfalz geben werden. Vor allem freue ich mich, dass er als selbst von einer Seh- und Hörbehinderung betroffener Mensch wie bereits Marita Boos-Waidosch das Motto ‚Nichts über uns ohne uns' verkörpert", so Malu Dreyer. elba
Peter Hilpmann schrieb am 08.12.2007, 14:32
Zu diesem Posten als Landesbehindertenbeauftragten. Es ist immer
gut, wenn jemand Visionen hat. Denn Visionen bringen in unserem Fall
Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen. Auch wenn für diese
Rechte hart gekämpft werden muß. Auch wurde mir von einer Mutter
die ein Sohn mit Behinderung hat, die Vision erzählt das die betrof-
fenen Mütter im Internet nachschauen können, um sich zu Informieren.
Nur es hakt daran weil für die Medien (Fernsehen Zeitungen) diese
Themen unwichtig sind.
Mit freundlichem Gruß
Peter
Gustav Zechmeister schrieb am 02.12.2007, 12:00
Lieber Ottmar,
hetzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen verantwortungsvollen Aufgabe. Es tut mir leid, den "Mister Traumfabrik" in Kassel zu verlieren. Aber wer Dich kennt, weiss es genau, dass Du für Deine alten Weggefährten ein offenes Ohr haben wirst. Ich habe bis jetzt, außer Susanne Göbel, keinen anderen Menschen kennen gelernt, der mit so viel Ideen, Mut, zum Teil Provakationen, Unterstützungen anderer Behinderten, Träumen, Visionen und unzähligen Erfolgen seinen Weg beschritten hat. Danke dafür!!!
Das Problem sehe ich hier leider in der Zeit. Der Tag hat nun einmal 24 Stunden und zweiteilen kannst Du Dich auch nicht. Visionen verlangen uns ab, Prioritäten zu setzen und das persönliche Wohl darf man dabei auch nicht vergessen.
Das sehen wir bei Marita. Es gehört viel Mut und Selbsterkenntnis dazu diesen Schritt zu wagen. Wie in einem Poesiealbum üblich, wünsche ich euch beiden viel Glück und Erfolg bei den neuen Herausforderungen.
Bis die Tage!
Gustav
Lichtenauer daheim-statt-heim.at Gerhard schrieb am 01.12.2007, 10:59
Lieber Ottmar, ich freue mich sehr darüber. Türen gehen auf, Mauern stürzen ein. Danke, dass Du bereit bist, Verantwortung zu übernehmen. Ich wünsche Dir immer einen klaren, scharfen Blick auf das Wesentliche und dass du weiterhin alles so gut "rüberbringen" kannst. Alles Gute!
Arnd Hellinger schrieb am 30.11.2007, 13:10
Bei aller Freude über Ottmars Berufung zum LfB von Rheinland-Pfalz, der ich mich ausdrücklich anschließe, möchte ich noch etwas zu bedenken geben, was hier m.E. so noch nicht angesprochen wurde.
Die Übernahme eines - wenn auch formal uuabhängigen - Regierungsamtes bewirkt zwangsläufig auch die Einbindung in gewisse Strukturen und Loyalitätszwänge. Beispielsweise haben einschlägige Verwaltungsebenen schon Übung darin, von "Beauftragten für XYZ" angeforderte Stellungnahmen so zu formulieren, dass diesem oftmals keine andere Wahl bleibt, als eben die Meinung der (eigentlich ja zu kritisierenden) Behörde/Institution zu teilen. Das kann jemanden mit Ottmars politischer Biographie auf Dauer schon in Gewissensnöte bringen.
Dies nur mal so als "Vorwarnung"...
Gotthilf Lorch schrieb am 30.11.2007, 08:29
Ähnlich, wie Andreas Vega, finde ich es ein wenig Schade, dass nun Deine Kräfte mehr gebunden sein werden, Ottmar, und Du nun nicht mehr so frei in jeglicher erdenkbarer Richtung und nach Lust und greifbare Möglichkeit wirken kannst. Doch für Dich ist es natürlich eine tolle, und irgendwie auch logische Fortsetzung Deiner Lebenslinie. Ich wünsche Dir nun viel Kraft und gutes Gelingen im Amt des Behindertenbeauftragten in Rheinland-Pfalz
Dir, Marita, möchte ich sagen, dass ich Dein Wirken in Mainz und auch in Land stets bewundert habe (spätestens seit dem Einbau der Toilette mit Dusch-Spülung im Mainzer Rathaus). Ich möchte Dir viel Kraft und weitestmögliche Gesundheit in Deinem weiteren Leben wünschen.
Euch Beiden aber wünsche ich Gottes Segen und Begleitung in all Eurem Wirken und mit all Euren Wünschen.
Gotthilf Lorch
Bernhard Endres schrieb am 29.11.2007, 13:53
Hallo lieber Ottmar,
es freut mich in Kobinet zu lesen, daß Du als Landesbehindertenbeauftragter berufen wurdest. Ich wünsche Dir frohes schaffen in Deinem Amt.
Liebe Grüße aus Franken
Bernhard Endres
Hans-Reiner Bönning schrieb am 29.11.2007, 12:15
Lieber Ottmar, liebe Marita,
Euch beiden herzliche Glückwünsche und alles Gute!
Dir, Marita, besonders auch im Hinblick auf Deine Gesundheit.
Hans-Reiner Bönning, Berlin
Anke Glasmacher schrieb am 29.11.2007, 11:41
Lieber Ottmar,
mit einem Wort: S U P E R!!!
Ich freue mich sehr darüber, dass Du der neue Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz wirst. Das ist toll! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch und alles Gute für Dein neues Amt und die zahlreichen damit verbundenen Aufgaben!
Herzlich,
Anke
Ursula Obermayr schrieb am 29.11.2007, 11:22
Hallo Ottmar, das liest sich ja hier wie im Poesiealbum! Ist aber kein Wunder, hast ja auch wirklich viele Freunde und Unterstützer. Ich schreibe mich auch noch dazu und wünsche dir auf diesem Wege alles Gute für dein neues Amt. Wer dich kennt, weiß, dass du das gut machen wirst. Schade allerdings, dass es Marita nicht gut geht, deshalb möchte ich ihr gleichzeitig mit den Glückwünschen für dich gute Besserung wünschen. Liebe Grüße an euch beide von Uschi
Stefan Krusche schrieb am 29.11.2007, 09:43
Lieber Ottmar,
ich freue mich sehr, dass Dir das wichtige Amt des Landesbehindertenbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz übertragen wurde. Hierzu meine herzlichen Glückwünsche, lieber Ottmar!
Ich bin sicher, dass Du diese anspruchsvolle Aufgabe mit demselbem Elan und der gleichen Zielstrebigkeit angehen wirst, wie all die anderen Tätigkeiten, die Du in der Vergangenheit so wirkungsvoll ausgefüllt hast.
Ganz viel Power für die nächsten Jahre wünscht Dir
Stefan Krusche
Ottmar Miles-Paul schrieb am 29.11.2007, 08:30
Vielen, vielen Dank für die netten Glückwünsche zu meiner Benennung als Behindertenbeauftragter in Rheinland-Pfalz. Dass ich in dieses Amt benannt wurde habe ich zum Großteil den vielen Menschen zu verdanken, mit denen ich in den letzten 20 Jahren zum Teil sehr intensiv und engagiert zusammen arbeiten durfte. Dafür danke ich euch allen ganz ganz herzlich. Vor allem hoffe ich natürlich, dass wir auch in der Zukunft noch vieles bewegen können und dabei hoffentlich auch Spaß haben und Zeit zum Feiern der Erfolge bleibt.
Herzliche Grüße
Ottmar Miles-Paul
Oswald Utz schrieb am 29.11.2007, 00:01
Lieber Otmar, herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Ich freue mich, dass du dieses Amt übernimmst. Alles alles Gute für diesen Job. Dein Kollege :)
Jens Merkel schrieb am 28.11.2007, 22:16
Lieber Ottmar,
auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zu deiner Berufung.
Kämpfen wir gemeinsam für ein selbstbestimmtes Leben OHNE HEIME!
Ich werde das im Sächsichen Landesbeirat tun.
Liebe Grüße
Jens Merkel
Grimma
Petra Groß schrieb am 28.11.2007, 21:27
Hallo Lieber Ottmar,
Ich wünsche dir alles gute für deine Gute Arbeit bitte dich heute schon das du
da auf leichte Sprache mit machst weiter??
Also die Wünsche kommen
Petra Groß
Mensch zuerst-Netzwerk People First Deutschland e.V.
Und fußballtipperin pollis
Luis Zubizarreta schrieb am 28.11.2007, 20:06
Lieber Herr Ottmar Milles Paul,ich gratuliere Ihnen herzlich und schliesse mich der Meinung vom Max Bleif voll an.
Alles Gute und viel Ausdauer und Geduld!!!
A. Heinker schrieb am 28.11.2007, 19:12
Sehr geehrter Herr Miles-Paul,
ich beglückwünsche Sie zur Ernennung zum Landesbehindertenbeauftragten in Rhl.-Pfalz und wünsche Ihnen, dass Sie nicht allzu oft mit Sachzwängen befrachtet werden.
Mit freundlichen Grüßen,
A. Heinker.
A. Heinker schrieb am 28.11.2007, 19:08
Sehr geehrte Frau Boos-Waidosch,
ich wünsche Ihnen alles Gute. Schade, dass Sie Ihr Amt aufgegeben haben.
Mit freundlichen Grüßen,
A. Heinker.
Uwe Heineker schrieb am 28.11.2007, 18:27
... die allerherzlichsten Glückwünsche zur Berufung in dieses Amt und Dir eine glückliche Hand bei der Bewältigung der herausfordernden neuen Aufgaben, die sicherlich eine Signalfunktion über die Landesgrenzen hinaus haben wird!
Gerd Frank schrieb am 28.11.2007, 17:59
Herzlichen Gückwunsch Ottmar zu deiner Berufung zum Landesbehindertenbeauftragten Rheinland Pfalz
Gruß Gerd Frank
Andreas Vega schrieb am 28.11.2007, 17:40
Herzlichen Glückwunsch Ottmar,
es stimmt hoffnungsvoll, das „Selbstbestimmt Leben“ immer mehr in das politische Geschehen – in Form von selbst behinderten Menschen – einkehrt. Aber ich habe dabei auch ein weinendes Auge in vielerlei Hinsicht. Werden der Selbstbestimmt Leben Bewegung wichtige Ideenträger und Visionäre genommen? Wir wissen doch alle: Politik besteht aus so genannten Sachzwängen und nur allzu oft bleiben Visionen hinter faulen Kompromissen stecken. Und wo bleibt unser Nachwuchs? Was wird aus Kobinet? Und aus den vielen Projekten, die Du, Ottmar, angeschoben hättest?
Hoffentlich geht das gut…
Wasilios Katsioulis schrieb am 28.11.2007, 17:35
Lieber Ottmar,
das hat mich wirklich unheimlich gefreut!! Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute bei der Erfüllung Deiner neuen Aufgabe als Behindertenbeauftragter des Landes Rheinland-Pfalz!!
Liebe Grüsse
Wasilios Katsioulis
Behindertenbeauftragter Deutscher Antidiskriminierungsverband
Wilfried Furian schrieb am 28.11.2007, 17:11
Ich finde es toll, dass Marita Boos-Waidosch eine würdige Nachfolge findet. Und ich findes es toll, dass in Rheinland-Pfalz offensichtlich auch die Notwendigkeit erkannt wird Menschen mit Behinderung auch durch Menschen mit Behinderung vertreten zu lassen. Dass die Besetzung nun so qualifiziert erfolgt ist natürlich besonders schön.
Vielleicht kann man mal Druck in Baden-Württemberg machen wo dieses Amt immer noch durch Herrn Staatssekretär Dieter Hillebrand, Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, wahrgenommen wird
Max Bleif schrieb am 28.11.2007, 15:46
Ich beglückwünsche Ottmar zu seiner Berufung in dieses Amt. Ebenfalls beglückwünsche ich die Sozialministerin, dass sie diese Wahl getroffen hat, denn Ottmar ist, wie in dem rtikel beschrieben, ein kompetenter Ansprechpartner für die Belange Behinderter.
Es wäre aber zu wünschen, dass sich andere Landessozialminister und auch der Bund ein Beispiel daran nehmen würden, und behinderten Menschen diese Aufgabe übertragen. Frei nach dem Motto: "Nichts über uns, ohne uns."
Max Bleif
Vertrauensperson Schwerbehinderte
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