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kobinet-nachrichten 03.12.2007 - 05:55
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BSK fordert Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung

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Krautheim (kobinet) Anlässlich des heutigen Welttages der Menschen mit Behinderung fordert der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK e.V.) von den politischen Vertretern in Deutschland und in der Europäischen Union eine auf Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung ausgerichtete Behindertenpolitik. Behinderte Menschen müssten dabei in jeder Phase einbezogen werden.

"Dass es in unserem Land noch immer erhebliche Diskriminierungen gibt, ist beschämend", stellt Irmgard Winkler, stellvertretende Bundesvorsitzende des BSK, fest.

Für den BSK, der bundesweit die Interessen von Menschen mit Körperbehinderung vertritt, sei jegliche Formen der Trennung im Bildungsbereich tabu: "Kinder mit Behinderung erfahren bereits im schulpflichtigen Alter die Benachteiligung durch Einweisung in eine Förderschule. Das prägt junge Menschen für das ganze Leben und verdeutlicht ihnen die Randgruppen-Zugehörigkeit". Chancen für eine spätere Ausbildung oder einen Arbeitsplatz auf dem so genannten freien Arbeitsmarkt würden damit bereits untergraben.

"Wir fordern, dass Eltern von behinderten Kindern die Wahl der Schulform selbst bestimmen können". Auch die Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, wie zum Beispiel Fachhochschulen, Universitäten und Volkshochschulen, sollten als Kompetenzzentren für behinderte Menschen und als Träger integrativer Weiterbildung systematisch genutzt und ausgebaut werden. "Das wäre aus unserer Sicht eine inklusive Bildungspolitik und damit eine echte Chancengleichheit", bemerkt Irmgard Winkler.

Gleiche Lebenschancen statt Bedürftigkeitsprinzip bedeutet, dass die bisherige Eingliederungshilfe in ein sozialhilfeunabhängiges Leistungs- bzw. Teilhabegesetz umgewandelt werden soll, hat der BSK in seinem sozialpolitischen Programm dargestellt. Winkler: "Das zeichnet einen modernen Sozialstaat aus und führt langfristig zu dem Paradigmenwechsel, der in unserer Gesellschaft notwendig ist". Weiteren Handlungsbedarf von Politik und Gesellschaft sieht der BSK Bereichen Arbeitsleben, barrierefreies Wohnen, barrierefreier ÖPNV und Reisen. elba
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Cordula Müller schrieb am 03.12.2007, 06:20

Gleichstellung fordern

Das Wahlrecht der Eltern auf die Schule, die ihr Kind besuchen soll, hilft nur, wenn auch endlich die Schulen einsehen, dass ALLE Kinder ein Recht auf Förderung in der Nähe ihres Wohnortes haben sollten. Erst wenn die Schulen da mitziehen, können wir auf Erfolg hoffen. Unser Sohn wurde quasi der Schule vom Schulamt aufgedrückt, weil wir den GU wollen. Die Schwierigkeiten lassen sich nun nur lösen, wenn auch die Schule bereit ist,nach besseren Rahmenbedingungen zu suchen. integration@thpcolo.de

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