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kobinet-nachrichten
03.12.2007 - 06:30
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Leinefelde (kobinet) Zum heutigen Welttag der behinderten Menschen freut sich Stefan Göthling von Mensch zuerst über die Unterstützung für die Initiative zur Abschaffung des Begriffes "geistig behindert". Innerhalb kürzester Zeit hätten sich sehr viele Menschen in die Unterstützungsliste für diese Initiative eingetragen.
"Die tollen Rückmeldungen, die wir von Mensch zuerst in den letzten beiden Tagen auf unsere Aktion zur Abschaffung des Begriffes 'geistig behindert' bekommen haben sind das beste Geschenk, das man uns zum Welttag der behinderten Menschen machen konnte. Wir sagen zwar schon lange, dass der Begriff 'geistig behindert' weg muss und durch 'Menschen mit Lernschwierigkeiten' ersetzt werden muss, doch die vielen Unterstützer zeigen uns nun, dass wir mit dieser Forderung richtig liegen", erklärte Stefan Göthling, Bundesgeschäftsführer von Mensch zuerst. Kurz nach der Veröffentlichung des Aufrufes hätten sich bereits viele Menschen eingetragen, bereits am ersten Wochenende sind es über 200 UnterstützerInnen für die Aktion.
"Vor allem hat mich ein Leserbrief gefreut, den Hans-Peter Lohest als Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Sozialministerium auf die Veröffentlichung der Aktion in den kobinet-nachrichten geschrieben hat. Das zeigt, dass es auch in Deutschland voran geht und ist vielleicht ein Anstoß an andere, ähnlich zu handeln", so Stefan Göthling. Klaus-Peter Lohest hatte geschrieben: "Getreu unserem Motto 'Wir machen´s einfach' handelt das rheinland-pfälzische Sozialministerium schon so. Für uns gibt´s keine 'geistig behinderten' Menschen, sondern nur Menschen mit Lernschwierigkeiten. Wir machen´s eben einfach."
Diejenigen, die es auch einfach so machen wollen, wie das Sozialministerium in Rheinland-Pfalz können den Aufruf von Mensch zuerst unterstützen, der im Internet unterzeichnet werden kann. Welcher Tag könnte besser sein, um für die Würde von Menschen mit Lernschwierigkeiten einzutreten, als der heutige Welttag behinderter Menschen? elba
Link zur Unterschriftensammlung von Mensch zuerst
Cordula Müller schrieb am 03.12.2007, 13:38
Lieber Herr Zubizarreta , vielen Dank für Ihren Zuspruch, das kann man gebrauchen.Gerade heute musste ich mir wieder anhören von einem Schulrat, dass unser Sohn ja nur zu Probe im GU sei, und mal sehen, was der Bericht der Schule aussagt, nachdem dann bestimmt wird, wo der geeigneteste Förderort ist. Wann müssen Eltern sich über diese Entscheidungen endlich keine Sorgen mehr machen??? integration@thpcolo.de
Luis Zubizarreta schrieb am 03.12.2007, 11:16
Liebe Frau Müller,Sie haben Recht!Mir ist mehr als unverständlich,dass kinder,die in Einrichtungen ohne Diskriminierung gefördert wurden,vor der Aufnahme in die Förderschule -nach dem Wortlaut des Schulgesetzes NRW-mit einer "geistigen Behinderung" beschenkt und damit für immer abgestempelt und diskriminiert werden!
Übrigens Schulen für "Geistige Entwiclung"wären auch für die sog.Schulprofis gut ,damit Schulministerin,Schulräte, Lehrer sich geistig weiter entwickeln ,damit sie die kostbare INDIVIDUALITÄT der Kinder nicht zerstören mit falschen und diskriminierenden
Festlegungen,wenn sie eine Schule in Deutschland besuchen
Liebe Frau Müller ,ich wünsche Ihnen weiterhin Kraft und Mut!
Luis Zubizarreta Schulleiter,a.D.
Cordula Müller schrieb am 03.12.2007, 09:21
Es wäre schön, wenn der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung auch geändert würde. Jedes Mal wird man gefragt, ach Ihr Kind ist geistig behindert?? Sogar die Schulämter benutzen diesen Begriff, weil sie nichts anderes vorgegeben bekommen. Dann würde es vielleicht auch einfacher, mit Schulen bezüglich des GU ins Gespräch zu kommen. Hören die Lehrer geistig behindert, ist eigentlich schon alles entschieden, weil so!!!! ein Kind kann man natürlich nicht genügend fördern. Oder heisst es -will man nicht fördern??? integration@thpcolo.de
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