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07.12.2007 - 18:14

Architekturpreis für Karlsruher Straßenbahnlinie.

Stuttgart/Karlsruhe (kobinet) Baden-Württembergs Architekturpreis Beispielhaftes Barrierefreies Bauen ging 2007 an die im vergangenen Jahr eröffnete Karlsruher Straßenbahnlinie 3 in die Nordstadt, berichtete heute ka-news.

"Barrierefreies Bauen ist ein Thema, das mit dem zunehmenden Anteil älterer Menschen für immer größere Teile der Bevölkerung an Bedeutung gewinnt. Auch der Behindertenbeirat der Stadt Karlsruhe hat erst kürzlich Kriterien für Barrierefreiheit in allen öffentlich zugänglichen Gebäuden aufgestellt", schrieb der Online-Dienst der Stadt.

Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, betonte bei der Preisverleihung in Stuttgart, dass Barrierefreiheit immer und überall wichtig sei, nicht nur an besonderen Orten. Für zehn Prozent der Bevölkerung, die immer eine Gehhilfe brauchen, blind oder taub oder auf den Rollstuhl angewiesen sind, sei sie jedoch zwingend erforderlich. Froh seien aber alle, wenn keine Stufen im Weg seien, ein Aufzug den Weg erleichtere und am Bahnhof die Ansagen in großer Schrift auf dem Monitor erscheinen. "Als alte Menschen werden wir alle eine barrierefreie Umwelt brauchen - schon heute gilt dies für ein Drittel der Bevölkerung, die Tendenz ist steigend", so der Staatssekretär. sch
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Jürgen Wecke schrieb am 09.12.2007, 07:10

Niederflur in Karlsruhe

Niederflurige Haltestellen gibt es einige in Karlsruhe, vor allem Da, wo man Schau damit machen kann, die einstige Linie 6 bekam eine neue Endstelle gebaut, natürlich nicht angepasst dann folgte ein völlig unangepasster Streckenverlauf und plötzlich in der Nähe des ZKM und der Arbeitsagentur gab es vier angepasst Stationen und dann ging es unangepasst weiter. Auf dieser Linie6 verkehrten ausschließlich Wagen in Karlsruher Niederflurtechnik von DüWag. Aber das scheint in Karlsruhe System zu haben, irgendwo, draußen kann man plötzlich barrierefrei aus und einsteigen, an der nächsten Station ist dann wieder Rollstuhltiefflug angesagt So zeigt sich heute die Linie 2, die Linie 3, die 4, die 6 und die 8. Alles vor den Toren der Residenz damit seine Majestät nicht mit ansehen muß, daß Rollipiloten selbstständig sind.

Sven Drebes schrieb am 09.12.2007, 00:14

Da staunt der Laie...

... und der Fachmann wundert sich!
Da baut man in Karlsruhe mal eben sechs barrierefefreie Haltestellen in einnem Stadtteil und kriegt einen Preis dafür. Bizarr wird das Ganze, wenn man sieht, dass es in der ganzen Stadt gerade mal rund zwei Dutzend solcher Haltestellen gibt, die zudem überwiegend in Außenbezirken liegen. An allen übrigen Stationen kommt man als durchschnittlicher Rollifahrer ohne Hilfe weder in die Bahn noch raus. Die Niederflurbahnen haben nur Einstiegshilfen zur waagerechten Überbrückung der Spalte zwischen Bahn und Bahnsteig. Daneben gibt es aber noch zwei weitere Bahntypen mit jeweils anderer Bodenhöhe! Eine davon wird auch in den nächsten Jahrzenzten durch die Stadt gondeln, weil man im Umland schon zahlreiche Haltestellen daran angepasst hat und auch dort bestenfalls eine Spaltüberbrückung eingebaut ist.
In meinen Augen ist dieser Preis ein Schlag ins Gesicht der Verkehrsbetriebe und -planer von Stuttgart, Mannheim oder Freiburg, die schon wesentlich mehr für die Barrierefreiheit getan haben.

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