Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Familienratgeber
Werbebanner zu Bundesinitiative daheim statt heim
Werbebanner zu Hier könnte Ihre Werbung sein
Werbebanner zu Kampagne Teilhabesicherungsgesetz
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
19.12.2007 - 07:30

Mama braucht mich.

Medientipp extra

Von kobinet-Redakteurin Elke Bartz

Hollenbach (kobinet) Die WDR-Reportage (Freitag, 21. Dezember, 8.20 bis 8.50 Uhr, WDR) handelt vom 13-jährigen Marvin aus Essen, dessen Leben anders verläuft als das der meisten seiner Altersgenossen, denn Marvins Mutter ist behindert und auf seine Hilfe angewiesen.

Während der Schwangerschaft bekommt Marvins Mutter Michaela die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Marvin kennt seine Mutter also nur mit ihrer Behinderung. Doch anfangs war ihr Hilfebedarf noch nicht so umfangreich wie jetzt. Mittlerweile braucht Michaela Marvins Hilfe im Haushalt, wenn Vater Heinz seiner Berufstätigkeit als Kraftfahrer nachgeht.

Marvins Leben ist durch die Behinderung seiner Mutter stark geprägt. Der Beitrag zeigt deutlich, dass er sie liebt und gleichzeitig Angst davor hat, dass die MS weiter fortschreitet und der Hilfebedarf damit wächst.

Seine Mitschüler bestätigen Marvins soziale Kompetenz und seine ausgeprägte Hilfsbereitschaft. Und doch - ab und zu bahnen sich die Überforderung und die Angst vor der Zukunft einen Weg heraus. Sie äußern sich dann in, wie Marvin selbst sagt "Wut und Ausrasten". - Auch Vater Heinz plagen Zukunftsängste. Er weiß nicht, ob er es schaffen wird, wenn seine Frau noch mehr der Hilfe bedarf, sprich komplett pflegebedürftig wird.

Die Reportage zeigt in unspektakulären, nüchternen Bildern auf, wie eine Familie mit einer fortschreitenden Krankheit umgeht. Doch eines fehlt: Niemand weist die Familie darauf hin, welche Hilfemöglichkeiten es für alle Familienmitglieder gibt. Niemand zeigt auf, dass mit (stundenweiser) Assistenz nicht nur Marvin entlastet werden kann, sondern auch Michaela von der Abhängigkeit ihres Sohnes. Weiß niemand von diesen Möglichkeiten? Oder sind sie bekannt, aber die damit verbundenen Folgen auch? Die Folgen würden heißen: Entlastung ja, aber mit welchen finanziellen Folgen. Kann sich die Familie die Hilfe nicht aus eigenen Mitteln leisten, wird sie von der Sozialhilfe abhängig und damit gezwungen auf Sozialhilfeniveau zu leben.

Die MS hat also eine Geiselhaft der gesamten Familie zur Folge: entweder durch die Hilfe, die von ihr geleistet werden muss - oder durch die finanziellen Einschränkungen bis ans Lebensende.

 

Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Luis Zubizarreta schrieb am 20.12.2007, 13:34

WEITER SO!

Gratulation ,Frau Müller!
Kämpfen Sie weiter und schreiben Sie weiter!
Das hift anderen Betroffenen!

Luis Zubizarreta

A. Heinker schrieb am 20.12.2007, 11:31

Bitte schreiben Sie weiter.

Hallo Frau Müller,

herzlichen Glückwunsch zum Erfolg mit der finanzierten Pauseassistenz für Ihren Sohn. Für die Erlangung der GU für Ihren Sohn drücke ich Ihnen die Daumen.

An den unbekannten Leser der kobinet-nachrichten.org, der nicht mehr Frau Müllers Leserinbriefe veröffentlicht wissen möchte.
Ich finde, dass das an Maßregelung erinnert, jedoch hat jeder Mensch das Recht auf freie Meinungsäußerung. In diesem Sinne: Ich freue mich auf weitere Leserin-Briefe von Ihnen, Frau Müller.
Gleich- oder auch ähnlich Betroffene sollen ruhig wissen, dass auch aus scheinbar auswegslosen Situationen entwichen werden kann.

A. Heinker.

Cordula Müller schrieb am 19.12.2007, 16:05

Kämpft!!!

Ich kann es nicht fassen ,nach 4,5 Monaten ist es amtlich! Unser Sozialamt zahlt die Schulbegleitung einschliesslich Pausen. Der Kampf war hart und unwürdig- aber wir haben bis zum Ministerium um unser Recht gekämpft. Wie gesagt, Hilfe kommt nicht von allein! Wenn wir jetzt auch noch die 2. Runde um den Probeplatz im GU für unseren Sohn im Januar gewinnen, dann hat sich der Kampf gelohnt. Schade, dass mir ein Leser von kobinet mailte, ich solle mein Anliegen nicht mehr hier veröffentlichen. So kann doch der ein oder andere Leser sich freuen, dass seine mir gemailten Tipps gefruchtet haben. Ausserdem freut sich vielleicht auch jemand, dem es ähnlich geht, und der jetzt sieht, der Kampf und die Hartnäckigkeit lohnen, erst Recht, wenn es um unsere Kinder geht. Danke an Alle ,die mir Tipps und Zuspruch gaben und frohe Weihnachten und versprochen, einen Teil des rückerstatteten Geldes werde ich an eine Organisation spenden, die sich für unsere Kinder einsetzt, damit sie in unserer Gesellschaft leben können, egal,mit welchen Schwierigkeiten diese Kinder zur Welt kommen.Auf dass es bald die Schule für alle überall geben wird. integration@thpcolo.de

Cordula Müller schrieb am 19.12.2007, 10:13

Hilfe?

Für mich ist klar, Hilfe muss man sich selber suchen. Die Hilfe, die man von Stadt oder Land erwartet, bleibt solange aussen vor, bis man mit der Öffentlichkeit droht. Man muss sich von den Behörden immer anhören,Alles müsse erst geprüft werden, bis man entscheiden könne. Wenn ein Amt selber nicht weiss, ob es eine Hilfe geben darf oder nicht, dauert es Monate, bis Einigung herrscht. Die Gesetze sind zu offen für Ablehnungen. Das eine Amt möchte dem anderen Kosten ersparen. Die Chancengleichheit bleibt da schon lange auf der Strecke.Die Kraft, um für jede Kleinigkeit zu kämpfen, ist oft nicht mehr da, und so bleiben viele Familien im Regen. integration@thpcolo.de

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2010 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.