Wien (kobinet) "Wir Betroffene wurden in den vergangenen Monaten immer besorgter und unruhiger, denn es gab von Seiten der Politik keine Signale, wie es konkret weitergehen wird", hält Annemarie Srb-Rössler, Obfrau von BIZEPS-Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, heute in einem Kommentar in BIZEPS-INFO fest.
Seit mehr als 15 Jahren kämpft BIZEPS für Persönliche Assistenz für alle Menschen mit Behinderung, die diese Form der Unterstützung wollen und brauchen.
Am 28. November 2007 hatte das bange Warten ein Ende, erinnert sie. Stadträtin Mag. Sonja Wehsely (SPÖ) stellte in einer Pressekonferenz die neue Wiener "Pflegegeldergänzungsleistung für Persönliche Assistenz" vor.
"BIZEPS sieht diese Grundsatzentscheidung der Stadt positiv, da wir davon ausgehen, dass 24-Stunden-Assistenz finanziert werden, wenn dieser Bedarf besteht", hält sie fest. Die neue Leistung der Stadt Wien ist "ein mutiger Schritt und ein klares Bekenntnis zur Selbstbestimmung behinderter Menschen".
Der Forderung, die Zielgruppe auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten und für jene, die unter Betreuung stehen, zu öffnen, "wurde leider nicht erfüllt", bedauert sie und sieht daher "noch Handlungsbedarf für den nächsten Reformschritt". lad