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29.01.2008 - 11:37

Pflegestützpunkte endlich ad acta legen.

Essen/Berlin (kobinet) Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB) fordert, mit der Reform der Pflegeversicherung die Leistungen für pflegebedürftige Menschen zu verbessern, anstatt in neue Bürokratie zu investieren.

Außer der SPD hätten bei der Anhörung zur Reform der Pflegeversicherung in der vergangenen Woche nahezu sämtliche Institutionen und Fraktionen die Einführung von rund 4000 so genannten Pflegestützpunkten angelehnt. Das erklärt Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB, heute in einer Presseerklärung. "Eine umfassende Beratung des Bürgers wird durch vorhandene Strukturen und Kompetenzen vor Ort bereits heute gewährleistet". Es sei "Zeit, dass die SPD die Endlosdiskussion über die Pflegestützpunkte endlich ad acta legt".

Der VDAB begrüße, dass sich Politik und Sachverständigte einig darüber seien, die Versorgung von demenziell erkrankten Heimbewohnern zu verbessern. "Hohe Brisanz hat dagegen die diskutierte Implementierung einer vergleichbaren und ortsüblichen Vergütung", so Baumann. Diese würde letztlich den allseits geforderten Wettbewerb einschränken. Eine adäquate Vergütung müsse durch den Markt geregelt werden. elba

 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Martin Theben schrieb am 29.01.2008, 16:39

Leistungen verbessern, vorhandene Beratung optimie

Die Einführung sog. Pflegestützpunkte ist völlig überflüssig. Es gibt ausreichend vorhandene, unabhängige (!) Beratungsstellen, gerade von Betroffenen für Betroffene, in die hier investiert werden muß. Auch das schafft Arbeitsplätze. Außerdem müssen die Leistungen verbessert werden. Das gilt auch, aber nicht nur für Demenzkranke. Es muss einen tatsächlichen Anreiz geben, ambulante Hilfen in Anspruch nehmen zu können. Die sehr moderate Anhebung der Geldleistungen ist da leider nur ein kleiner Tropfen auf den sehr heißen Stein. Im Rahmen des persönlichen Budgets müssen die Betroffenen in die Lage versetzt werden, Sachleistungen auch für selbstbeschaffte Assistenzkräfte "einkaufen" zu können. Es gibt noch viel zu tun! Packen wir es an!

Dr. Martin Theben
Rechtsanwalt
m.theben@dr-theben.de

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