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07.02.2008 - 10:26

Gemeinsame Initiative soll Sozialstaat stärken.

Berlin (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Volkssolidarität haben heute eine Unterschriftenaktion gestartet. Die gemeinsame Initiative steht unter dem Motto: "Sozialabbau stoppen! Sozialstaat stärken!" Die beiden großen Sozialverbände wollen eine breite gesellschaftliche Debatte über ein neues
Sozialstaatsverständnis anstoßen.

"Wir brauchen einen Sozialstaat, der soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit aktiv gewährleistet. Wir wollen einen Sozialstaat, in dem die Interessen der Menschen Vorrang vor den vermeintlichen Zwängen der Globalisierung und der Demografie haben," erklärten deren Präsidenten Adolf Bauer und Prof. Gunnar Winkler heute in Berlin zum Auftakt der Unterschriftenaktion.

Ende Mai wird die Veröffentlichung eines Grundsatzpapiers zur Stärkung des Sozialstaats folgen. Für September ist eine Veranstaltung in Berlin geplant. "Der massive Sozialabbau der letzten Jahre hat unübersehbare Spuren in unserem Land hinterlassen. Dafür stehen Hartz IV, Rentenkürzungen und höhere Belastungen im Gesundheitsbereich. Jeder achte Erwachsene und jedes sechste Kind in Deutschland leben in Armut", wird in einer gemeinsamen Presseerklärung betont. "Zwar sinkt die Arbeitslosigkeit, aber bei der großen Mehrheit der Arbeitnehmer, Rentner und Familien mit Kindern ist der wirtschaftliche Aufschwung nicht angekommen. Ob bei Nokia in Bochum oder bei Quelle in Leipzig und Chemnitz - tausende von Existenzen werden vernichtet, obwohl viele große Konzerne Supergewinne erzielen.Der Gegensatz von Arm und Reich verschärft sich immer mehr."

Die Verbände fordern
- einen gerechten Anteil für alle Menschen in unserem Land am wirtschaftlichen Aufschwung,
- eine wirksame Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung,
- mehr Chancen für Kinder und Jugendliche,
- den Stopp der Privatisierung und Kommerzialisierung sozialer Leistungen,
- hohe Einkommen und Vermögen bei der Finanzierung des Sozialstaats stärker heranzuziehen.

Mehr auf www.sozialabbau-stoppen.de

 

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