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18.02.2008 - 17:29

Behindertenpolitik ist keine Klientelpolitik.

Tübingen (kobinet) Bei der Gründung von Baden-Württembergs Landesarbeitsgemeinschaft "Selbstbestimmte Behindertenpolitik" der Partei "Die Linke" hat Stephan Lorent am vergangenen Wochenende in Tübingen betont, dass Behindertenpolitik keine Klientelpolitik ist. Der 46-jährige Tübinger wurde zusammen mit Ronny Friedrich (52) aus Gengenbach und Jakob Hermann (24) aus Tübingen in den dreiköpfigen Sprecherrat der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Sie will sowohl offen für Menschen mit und ohne Behinderungen als auch für Nichtmitglieder der Partei sein.

"Die Landesarbeitsgemeinschaft ist selbst keine Selbsthilfegruppe, fühlt sich diesen aber insoweit sehr eng verbunden, als dass sie deren behindertenpolitische Themen aufgreifen und in den entsprechenden politischen Ebenen (Stadt, Kreis, Land) vertreten will", wurde in einer Presseerklärung betont. "Behindertenpolitik ist eine Querschnittaufgabe für alle anderen Politikfelder, wie Verkehr, Arbeit, Bildung, Bauern ... Behindertenpolitik ist keine Klientelpolitik. Auch andere Gruppe innerhalb dieser Gesellschaft werden von den behindertenpolitischen Forderungen profitieren."

Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft "Selbstbestimmte Behindertenpolitik" wollen sich dafür qualifizieren, um bei den im Jahre 2009 stattfindenden Wahlen (Kommunal, Bundestag, Europa-Parlament) auf den entsprechenden Listen kandidieren zu können.

"Behindertenpolitik ist keine Klientelpolitik. Auch viele andere Personengruppen profitieren von Veränderungen, die ein gemeinschaftliches Leben von Menschen mit Behinderungen in dieser Gesellschaft erleichtern. Diese einzelnen Personengruppen können und müssen wir als Verbündete für unsere Forderungen gewinnen", hatte Lorent in seinem Referat über die Ziele der Landesarbeitsgemeinschaft betont. sch
 

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