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kobinet-nachrichten 19.02.2008 - 12:02
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Behindertenbeauftragte fordert Persönliches Budget auch in der Pflege

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Berlin (kobinet) Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Karin Evers-Meyer (SPD) hat heute in Berlin die Abschaffung der Gutscheinregelung in der Pflegeversicherung gefordert. "Die Gutscheinregelung verhindert selbstbestimmte Teilhabe. Es ist Zeit für ein echtes Persönliches Budget auch in der Pflegeversicherung. Pflegebedürftige Menschen sollen selbst entscheiden können, wer ihnen wann, wie und wo hilft."

Die Erfahrungen aus anderen Bereichen würden nach Ansicht der Beauftragten deutlich machen, dass das Persönliche Budget die Leistungsform der Zukunft sei. "80 Prozent der Menschen, die ein Budget in Anspruch nehmen, gaben an, ihr Leben sei lebenswerter geworden. 90 Prozent würden sich wieder für das Budget entscheiden", so Evers-Meyer.

Das Persönliche Budget ist keine neue zusätzliche Leistung. Es ändert sich lediglich die Leistungsform. Dort, wo bisher Sachleistungen bezogen werden, können sich Betroffene die Leistung als Geldbetrag auszahlen lassen. Sie haben dann die Möglichkeit, ihren Unterstützungsbedarf individuell einzukaufen. Auf Persönliche Budgets besteht seit dem 1.1.2008 ein Rechtsanspruch gegenüber allen Erbringern von Sozialleistungen (Eingliederungshilfe, Krankenversicherung, Rentenversicherung etc.). Eine Ausnahme gibt es nur in der Pflege. Hier sind anstelle von Geldleistungen lediglich Gutscheine vorgesehen. hpt
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerhard Lichtenauer "Daheim statt Heim" Österreich schrieb am 19.02.2008, 16:53

Reformen konsequent weiterentwickeln

"Persönliches Budget" auch bei Pflege wäre ein sehr wünschenswerter logischer Schritt zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe. Menschenwürde und Menschenrechte dürfen auch bei Pflegebedürftigkeit nicht ausgeschaltet werden. Selbst für Menschen mit höchstem Hilfebedarf dürfen Freiheitsrechte und Autonomie nicht abgesprochen werden, wie dies leider immer noch geschieht.

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