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20.02.2008 - 12:15

Barrierefreiheit ist machbar und ein Gewinn für alle.

Mainz (kobinet) Die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen und öffentlichen Angeboten ist nicht nur machbar, sondern stellt einen Gewinn für alle dar. Das beweist nicht zuletzt das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung. Dies unterstrich der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Ottmar Miles-Paul, heute in Mainz nach seinem Antrittsbesuch beim Landesamt.

"Bereits am Eingang des Standortes des Landesamtes in Mainz fühlt man sich als behinderter Menschen willkommen. Automatische Türöffner, ein abgesenkter Bereich an der Empfangstheke für Rollstuhlnutzer und ein Leitsystem für blinde Menschen zeigen, dass man sich hier Gedanken über die Bedürfnisse behinderter Menschen gemacht hat. Aufzüge mit tastbaren und akustischen Informationen für blinde Menschen, ein taktiler und farblich gekennzeichneter Übersichtsplan des Gebäudes in Brailleschrift und vorbildlich ausgestattete Behindertentoiletten sind weitere Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen", erklärte der selbst sehbehinderte Landesbeauftragte.

Für gehörlose Kunden des Landesamtes werden außerdem Dolmetscherdienste angeboten, und die Beschäftigungsquote behinderter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt beim Landesamt bei 14 Prozent. "Das ist sehr vorbildlich und zeigt, was möglich ist, wenn man wirklich will", so Miles-Paul. Erfreut zeigte er sich auch darüber, dass das Landesamt seinen Internetauftritt barrierefrei für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gestaltet hat.

Der Landesbehindertenbeauftragte hofft, dass das Vorbild des Landesamtes auf andere Bereiche ausstrahlt und so deutlich wird, dass alle davon profitieren, wenn von vorneherein barrierefrei geplant und gebaut wird. "Barrierefreiheit ist nicht nur machbar, sondern eine zentrale Bedingung dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt am Leben der Gemeinschaft teilnehmen und ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen können. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen an Barrieren scheitern", so Miles-Paul. hpt
 

 
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