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03.03.2008 - 06:07

Mit Sprache Heizung steuern oder Musik auswählen.

Marburg/Heidelberg (kobinet) Blinde Schüler aus Marburg testen morgen auf der CeBIT in Hannover, wie Haustechnik mit Sprache funktioniert. Da Technik das Leben behinderter Menschen erleichtern und Teilhabe möglich machen kann, wollen die Schüler der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) bei ihrem Messebesuch Weiterentwicklungen anregen. Eingeladen wurden sie von der European Media Laboratory GmbH (EML) aus Heidelberg, das am Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg in Halle 9, Stand C40 zu finden ist.

Wer nichts oder nur sehr wenig sieht, ist in vielen Fällen auf Hilfe angewiesen. So sind die meisten Heizungen für blinde und sehbehinderte Menschen nicht regulierbar, weil sie die Zahlen und Symbole auf den Displays nicht erkennen können. Das gleiche gilt bei der Nutzung vieler moderner Haushaltsgeräte oder Musikanlagen.

Eine große Hilfe versprechen die Entwicklungen der European Media Laboratory GmbH, die auf der CeBIT die sprachliche Steuerung eines intelligenten Hauses zeigt. Die CeBIT-Besucher können zum Beispiel durch Sprache einen Rolladen hoch- und wieder herunterfahren lassen. Das Licht im gesamten Haus und in einzelnen Räumen lässt sich durch einfache Sprachbefehle ein- und wieder ausschalten. Außerdem kann der Nutzer auch die Heizung regulieren und seine Lieblingsmusik per Spracheingabe in der Stereoanlage zum Klingen bringen.

Die Delegation der blista möchte mit dem Forschungs- und Entwicklungsleiter von EML, Dr. Siegfried Kunzmann, über gemeinsame Zukunftsprojekte diskutieren. So könnten sprachgesteuerte Fernbedienungen für Fernsehgeräte oder ein Abspielgerät für Hörbücher gerade für Menschen, die im Alter erblinden, eine große Hilfe sein. sch
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Dorothea Moesch schrieb am 03.03.2008, 18:10

Hört sich toll an

Wirklich toll!

Aber: wer wird denn in den Nutzen der gezeigten Technicks kommen? Etwa diejenigen Blinden und anderen sog. "Behinderten", die in "beschützten Werkstätten", aka Behindertenknästen sitzen, oder für Spott"lohn" ungeachtet ihrer Fähigkeiten irgendwelche Einfachstarbeiten verrichten "dürfen", oder aber die Vielen, die in Hartz IV gedrängt und auch wieder abgeschoben werden?

Oder ist das für Knast- äh, "Heim"insassInnen gedacht, damit sie zwischen 17 Uhr Abendbrot und 18 Uhr Betti-Betti (Zitat, mit welchem Erwachsene zum Zubettgehen aufgefordert werden) noch was Hübsches zum Draufrumdrücken haben?

Es ist wäre interessante und wegbereitende Technik, die die Würde des/der Einzelnen (wieder)herstellen könnte - wäre, ja wäre sie nicht ausschließlich für REICHE

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