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kobinet-nachrichten
06.03.2008 - 09:02
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Von kobinet-Korrespondentin Anke Glasmacher
Berlin (kobinet) Das britische Königshaus ist immer eine Erzählung wert. "Die Schwester der Königin" spielt historisch vor den verschiedenen "Elisabeth"-Varianten, die wir in den letzten Jahren bewundern konnten.
Das Elend begann eigentlich mit Heinrich VIII. Er heiratete Anne Boleyn und überwarf sich damit mit der katholischen Kirche. Die Kirche Englands ward fortan getrennt von Rom und Papst, und der König ab sofort das Oberhaupt der Gläubigen Englands. Eine Tatsache, die nicht zuletzt Prinz Charles zu schaffen machte.
Aber zurück zu Heinrich VIII und dem Film. Heinrich (Eric Bana) war verheiratet mit Katharina von Aragón (Ana Torrent) und Anne Boleyn (Natalie Portman) nur eine seiner zahlreichen Mätressen. Affären sind ja grundsätzlich nichts, das die Anerkennung der katholischen Kirche für sich beanspruchen könnte. Heinrich musste sich entscheiden: Für seine Ehefrau, die ihm keinen Sohn und Thronfolger gebären konnte und mit der er lediglich eine Tochter hatte. Oder für eine andere Frau und mit ihr die Hoffnung auf einen rechtmäßigen Erben.
Von dieser Zwickmühle erfuhr die machtbewusste Familie Boleyn und schickte ihre beiden Töchter ins Rennen. Erste Geliebte des Königs war eigentlich Annes Schwester Mary (Scarlett Johansson). Sie gebar Heinrich sogar den gesuchten Sohn, doch der König hatte sich während der Schwangerschaft längst Marys Schwester Anne gewidmet. Die pokerte hoch und wollte einen Sohn nur als rechtmäßige Ehefrau und Königin gebären. Heinrich ließ also seine Ehe mit Katharina annullieren und heiratete Anne. Doch der lang erwartete rechtmäßige Thronfolger wurde wieder nur eine Tochter: Die spätere Königin Elisabeth I. Das kostet Anne schließlich das Leben.
Es ist wie immer alles ganz schön kompliziert im Hause England - und am Ende verliert eigentlich immer irgendwer den Kopf. Soweit so gut. Dass man den Überblick im Film behält, liegt an einer stringenten Erzählführung und den gut charakterisierten Hauptfiguren. Eine gehörige Portion Ironie ob der vielen Verwinklungen und strategischen Entscheidungen, die zu fällen die Töchter angehalten sind, bringen alle Figuren mit und das macht sie sympathisch. Es geht nicht um Liebe, es geht um Macht. "Die Schwester der Königin" ist kein schwülstiges Historienepos, sondern im positiven Sinne wirklich gutes Hollywood-Kino. Unaufdringliche und trotzdem augenfällige Kostüme, eine gute, spannende Kameraführung, sehenswerte Schauspieler und eine einfache aber richtig gute Erzählweise machen "Die Schwester der Königin" zu einem unterhaltsamen Werk für verregnete Sonntagnachmittage.
"Die Schwester der Königin - The Other Boleyn Girl" ist das Erstlingswerk von Regisseur Justin Chadwick. Mit diesem bemerkenswerten Kinodebüt feierte er seine Premiere auf den diesjährigen Berliner Filmfestspielen. sch
Zum Trailer des Films
Gerd Frank schrieb am 08.03.2008, 07:15
Ihre Ansicht ist mir vollkommen unverständlich. Ich kann den Leserbriefschreiber/innen Creutzburg, Heineker und Hellinger nur zustimmen. Es gibt eine ganze Menge Menschen die hier nicht nur über Behinderungen lesen wollen. Ihre Ansichten sind hier sind für viele Menschen hier nicht nachvollziehbar. Ihe Meinung ist natürlich ihre Sache, aber gleich hier Kobinet anzugreifen, weil diese nicht nur behindertenspezifische Themen/Informationen hier aufgreifen schon recht seltsam. Aber Sie scheinen zu den Menschen zu zählen die ein Haar in der Suppe suchen, und sich dann darüber aufzuregen.
Arnd Hellinger schrieb am 07.03.2008, 21:20
...hatten zu keiner Zeit vollkommen deckungsgleiche Vorstellungen davon, was "ihr" Organ jeweils so an Inhalten verbreiten solle - in keinem Genre. Das wird aller Voraussicht nach auch in Zukunft und auch hier bei kobinet so sein. "Wowereit!"
Daher muss man Frau Stenger schon fragen, ob sie beispielsweise auch bei den presserechtlich Verantwortlichen von BBZ, Tagesschau, Tagesspiegel oder RBB-InfoRadio protestiert, wenn dort Beiträge erscheinen, die sich nicht vollständig mit ihren (Frau Stengers) Interessensgebieten decken. Insofern teiile ich Uwe Heineckers sowie Frau Creutzburgs Meinung voll und ganz.
Übrigens haben über 95 % aller kobinet-Beiträge nach wie vor den von Frau Stenger gewünschten Themenbezug. Wenn ihr dies nicht reicht, freuen sich Redaktion und Leserschaft auch auf Artikel von Birgit Stenger...
Anke Glasmacher schrieb am 07.03.2008, 20:22
Frau Schumacher hat natürlich Recht. Vielen Dank für Ihren Hinweis! Anke Glasmacher
Karin Schumacher schrieb am 07.03.2008, 11:29
Maria STUART war die schottische Königin, deren Sohn der Nachfolger von Elisabeth I wurde. Elisabeths Halbschwester, die Tochter Heinrichs VIII und Katharina hieß Maria TUDOR, genannt "Bloody Mary".
Uwe Heineker schrieb am 06.03.2008, 18:15
... nichts mit "Behinderung" zu tun haben, sind durchaus eine (wohltuende) Bereicherung für kobinet, denn hiermit wird sehr deutlich, dass Menschen mit Behinderungen durchaus in ALLEN Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilhaben - in diesem Sinne kann ich Frau Creutzburg's Leserbrieferwiderung voll beipflichten.
Christiane Creutzburg schrieb am 06.03.2008, 16:06
Ihnen mag zwar die Vorankündigung zu einem Film egal sein, aber dass auch behinderte Menschen ins Kino gehen und sich dort Filme ansehen, scheint Ihnen absolut entgangen zu sein. Schade um Ihre (in meinen Augen) egoistische Meinung.
Mit freundlichem Gruß
C. Creutzburg
Birgit Stenger schrieb am 06.03.2008, 15:02
über völlig beliebige Filme. Mich nicht! Mich interessieren Nachrichten von Menschen mit Behinderungen über behindertnpoliisch relevante Themen. Aber das ist lange her...
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