
Dresden (kobinet) Heute haben das Potsdamer Berufsbildungswerk (BBW) im Oberlinhaus und das Berufsbildungswerk Leipzig in Dresden eine gemeinsame Geschäftsstelle eröffnet. Ihr Ziel sei es Jugendliche mit Behinderung und Unternehmen, die Ausbildungsplätze anbieten, zusammenzubringen. Sie soll eine optimale Berufsausbildung gewährleisten und stellt einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss sicher. Nur durch den erfolgreichen Einstieg der ausgebildeten jungen Menschen in den ersten Arbeitsmarkt, könne der Teilhabeanspruch in Arbeitsleben und Gesellschaft nachhaltig umgesetzt werden.
Wie Birgit Fischer vom Potsdamer BBW mitteilt, würden die beiden BBWs seit über 15 Jahren Jugendlichen mit Behinderung (Hör-, Sprachbehinderung sowie Körper-, Lern-, Mehrfach- und psychische Behinderung) verschiedene Möglichkeiten bieten, eine qualifizierte Berufsausbildung zu absolvieren. Hierzu gehöre die Ausbildung vor Ort in dem jeweiligen BBW genauso wie die wohnortnahe, verzahnte Ausbildung in einem Unternehmen und mit fachlicher Unterstützung der BBWs.
Die Berufsbildungswerke seien aufgefordert: "möglichst nah an Unternehmen heranzurücken. Ausbildung soll möglichst früh und möglichst intensiv nach 'Arbeitsalltag riechen'". Sowohl in Potsdam als auch in Leipzig hätten beide BBWs schon vor sechs, sieben Jahren begonnen, die Berufsausbildung für behinderte Jugendliche verstärkt in Unternehmen, nach Möglichkeit auch am Heimatort zu organisieren. In der Zwischenzeit sei die "Verzahnte Ausbildung" zu einem Markenzeichen der Berufsbildungswerke geworden.
Fischer: "Wir wollen am dynamischen Wirtschaftsstandort Dresden, aber auch in den anderen Regionen Sachsens und Brandenburgs, den Weg mit jungen Menschen in Unternehmen gehen. Gerade unsere Angebote sollen ihnen helfen, auch Ausbildung, Berufsschule und unterrichtsergänzende Förderung im gewohnten Umfeld und unter nichtbehinderten Menschen zu erleben. Damit dies gelingt, haben sich unsere Fachdienste flexibel aufgestellt und sind von Potsdam und Leipzig aus bereit, unterwegs zu sein und all das an Unterstützung zu bringen, was am Ort der Ausbildung benötigt wird". elba
Weitere Infos beim BBW Leipzig und beim BBW Oberlinhaus Potsdam
Dorothea Moesch schrieb am 17.03.2008, 22:01
und das gerührte Publikum KLATSCHT.
Sogenannte "Behinderte" werden zusammengepfercht, angeblich für den 1. Arbeitsmarkt "ausgebildet", um meistenteils in einer weiteren Anstalt zu landen - der "beschützten Werkstätte" nämlich - sobald ein Arbeitgeber sieht, _wo_ die "Ausbildung" gemacht wurde, nämlich im Krüppelheim, wird er schnell von einer Einstellung Abstand nehmen - es sei denn, er möchte die Belohnung kassieren, mit der die Beschäftigung "Behinderter" versüßt wird.
Für die meisten allerdings bleibt: Vom AusSONDERungskindergarten in die SONDERschule in die AusSONDERungslehre und dann in die SONDERanstalt "beschützte Werkstätte".
Toll. Wirklich toll. Und unglaublich beklatschenswert.