
Berlin (kobinet) Mit Altbundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker hat die Bundesinitiative "Daheim statt Heim" einen weiteren prominenten Unterstützer gewonnen. Dies teilt Silvia Schmidt, Behindertenbeauftragte des SPD-Bundestagsfraktion und Initiatorin von "Daheim statt Heim" heute mit.
Von Weizsäcker bezeichnet die Forderung eines Baustopps und den Abbau bestehender Einrichtungen als wegweisend. Heime seien immer Sonderwelten. Ältere Menschen und Menschen mit Behinderung müssten, wie dies die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung fordert, wählen können, wie und wo sie leben und von wem sie Unterstützung erhalten möchten.
Schmidt bezeichnet von Weizsäcker, der von 1984 bis 1994 Bundespräsident war als "einen der bedeutendsten Bundespräsidenten". Er plädiere mit seiner Unterschrift dafür, dass möglichst viele Alternativen zum Heim wie barrierefreie Wohnungen, Wohnquartiere inmitten der Gemeinde oder Wohngemeinschaften geschaffen werden. Notwendig seien der flächendeckende Aus- und Aufbau individuell-bedarfsdeckender vernetzter Unterstützungsangebote und die Förderung von Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe. Der ehemalige Bundespräsident wünscht der Bundesinitiative "guten Erfolg" für ihre Ziele. elba
Daheim statt Heim
Max Bleif schrieb am 19.03.2008, 16:52
Ich wußte es schon immer: Richard v. Weizäcker war und ist ein weiser Mann.