
Ratzeburg (kobinet) Drei Behinderte starben in diesem Jahr bereits unter mysteriösen Umständen im Ratzeburger Krankenhaus. Alle drei waren Bewohner des Möllner Don-Bosco-Hauses, einer sogenannten Fördereinrichtung für behinderte Menschen. Nach Angaben der Schleswig-Holsteinischen Zeitung (shz) ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. "Warum mussten drei Behinderte sterben?" fragte das Blatt in seiner gestrigen Ausgabe.
Am vergangenen Samstag war einem Bericht der shz zufolge im Krankenhaus in Mölln-Ratzeburg eine 18-jährige behinderte Frau ins Wachkoma gefallen und gestorben, sie sei mit einem Bauchgurt am Bett fixiert gewesen. Zuvor war am Ostersonntag eine 42-jährige Behinderte an ihrem Erbrochenen erstickt. Im Januar starb ein 19-jähriger Behinderter an einem plötzlichen Organversagen. Keiner der drei behinderten Menschen habe in Lebensgefahr geschwebt. Pfarrer Felix Evers, Seelsorger des Don-Bosco-Hauses, verlangt Aufklärung der ominösen Sterbefälle. Das Krankenhaus des DRK gibt keine Auskünfte und beruft sich dabei auf ein schwebendes Verfahren. hjr
Ich muss ins Krankenhaus ... und nun?