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10.05.2008 - 06:32

Leben zu Hause - trotz Pflegebedürftigkeit.

Mainz (kobinet) "Leben zu Hause - trotz Pflegebedürftigkeit -, das wollen wir allen Menschen ermöglichen, die dies wünschen", das unterstrich die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer im Vorfeld des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai. Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz, das am 1. Juli in Kraft tritt, stärke die ambulante Pflege und komme damit den Wünschen sehr vieler pflegebedürftiger Menschen nach einem Leben in den eigenen vier Wänden entgegen, so die Ministerin.

"Die Sicherung einer menschenwürdigen Pflege gehört zu den herausragenden Aufgaben eines modernen Sozialstaates. Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, und wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen. Wie wir mit pflegebedürftigen und altersverwirrten Menschen umgehen, das ist ein Gradmesser für die Humanität in unserem Land", unterstrich die Ministerin. Auch wenn sich die Situation pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen seit Einführung der Pflegeversicherung nachhaltig verbessert habe, gebe es nach wie vor viel zu tun, auch weil die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigen werde.

Das Gesetz schaffe die Grundlagen für moderne Strukturen der Pflege und verbessere auch die Leistungen für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Vor allem die Einrichtung von Pflegestützpunkten sei ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Pflegeinfrastruktur. Rheinland-Pfalz habe hier die besten Voraussetzungen. Die Beratungs- und Koordinierungsstellen für die Pflege, die seit 1995 bei Fragen rund um die Pflege zur Verfügung stehen, standen Pate für das Konzept der Stützpunkte. Ziel sei es, Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz aufzubauen und die Struktur der Beratungs- und Koordinierungsstellen zu integrieren.

Der Schwerpunkt ihrer Initiative "Menschen pflegen" sei in diesem Jahr die Weiterentwicklung sozialräumlicher Versorgungsstrukturen, sagte die Ministerin. Es sei ihr ein großes Anliegen, dass pflegebedürftige Menschen in Rheinland-Pfalz wohnortnah alle erforderlichen Hilfen bekommen. Vor allem der Ausbau von ambulanten gemeinschaftlichen Wohnangeboten auch bei Pflegebedarf oder Demenz werde vom Land unterstützt. Mit einer wissenschaftlichen Expertise sollen Initiatoren, Träger und Kommunen Impulse zur Entwicklung neuer Versorgungskonzepte erhalten. Dabei spiele auch die Öffnung der Einrichtungen ins Gemeinwesen eine wichtige Rolle. "Wir wollen dazu beitragen, dass auch Pflegebedürftige, die stationär versorgt werden, als Teil der Gesellschaft wahrgenommen und in das gesellschaftliche Zusammenleben integriert werden", so Malu Dreyer.

Am 20. November 2008 wird der 2. rheinland-pfälzische Pflegekongress in der Rheingold-Halle in Mainz stattfinden, kündigte die Ministerin an. In neun Fachforen wird es vielfältige Möglichkeiten geben, sich über neue Entwicklungen in der Pflege wie auch über innovative Konzepte und Planungsmethoden zu informieren. Weitere Informationen wie auch zu den Inhalten und aktuellen Entwicklungen der Initiative sind nachzulesen unter www.menschen-pflegen.de. moh
 

 
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