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28.05.2008 - 00:01

Aufzug im Finanzamt Ludwigshafen eingeweiht.

Ludwigshafen (kobinet) Auch wenn es sicherlich nicht das wichtigste Bedürfnis behinderter Menschen ist, ins Finanzamt zu gelangen, ist es dennoch wichtig, dass auch diese barrierefrei erreichbar sind. Mit der Einweihung eines neuen Aufzuges im Finanzamt Ludwigshafen wurde gestern ein Stück mehr Barrierefreiheit in diesem Bereich geschaffen.

"Außer der Gruppe von behinderten Menschen gibt es wohl kaum eine Gruppe in unserer Gesellschaft, die sich freut und dies auch noch feiert, dass sie nun ins Finanzamt hinein kann", scherzte der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Ottmar Miles-Paul bei der Einweihung des neuen Aufzugs zum Service Center des Finanzamtes Ludwigshafen. 75.000 Besucherinnen und Besucher kamen nach Angaben des Vorstehers des Finanzamtes Dr. Bowitz allein letztes Jahr ins Service Center. Dies und der Anspruch für die Schaffung von Barrierefreiheit für alle, waren entscheidende Triebfedern, das alte Gebäude des Finanzamtes mittels eines neuen Aufzuges barrierefrei zu gestalten. Dass dies kein einfaches Unterfangen war, schilderte der Staatssekretär des rheinland-pfälzischen Finanzministerium Dr. Rüdiger Messal eindrücklich. Angestoßen vom ehemaligen Landesbehindertenbeauftragten Staatssekretär Dr. Richard Auernheimer, der ebenfalls zu der Feier gekommen war, habe er und viele andere sich für den Einbau des Aufzuges stark gemacht. Mit der Einweihung des Aufzuges sei es gelungen ein weiteres Stück Barrierefreiheit in Rheinland-Pfalz zu erreichen.

Dass die barrierefreie Umgestaltung von Gebäuden immer mehr zum Standard gehört machte der Geschäftsführer des Landesbetriebes Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), Hubert Heimann, während der Feierstunde deutlich. Bisher habe der LBB jährlich ca. 1,5 Millionen Euro für den barrierefreien Umbau von Landesgebäuden investiert. Für das nächste Jahr habe er aber bereits 2 Millionen Euro für derartige Maßnahmen veranschlagt. Der Landesbehindertenbeauftragte spielte zum Abschluss seiner Rede auf das warme Wetter an und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die neue Zugangsmöglichkeit ins Finanzamt für behinderte Menschen hoffentlich nicht dazu führen werde, dass diese dort so richtig ins Schwitzen kämen. "Eines ist ab heute auf jeden Fall klar, jetzt kann keiner mehr sagen, er wäre nicht ins Finanzamt reingekommen", so Miles-Paul. moh
 

 
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