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04.05.2009 - 11:18

Leichte Sprache gefordert.

Kassel (kobinet) Im Vorfeld des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung behinderter Menschen fordert Mensch zuerst - das Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten - eine leichtere Sprache. Zur Barrierefreiheit gehöre es auch, dass man die Sprache besser verstehen kann. Hierfür führt Mensch zuerst am 5. Mai ab 11.00 Uhr unter dem Motto "Leichte Sprache ist für alle gut" eine Informationsveranstaltung in Kassel durch.

"Nur wer die nötigen Informationen und Wahlmöglichkeiten kennt, kann selbstbestimmte Entscheidungen treffen und mitreden. Was für Menschen im Rollstuhl die Treppen sind, ist für Menschen mit Lernschwierigkeiten die schwere Sprache: Sie ist eine Barriere. Wir wollen diese Barriere abbauen", erklärte Stefan Göthling von Mensch zuerst.

Die Organisation fordert deshalb zusammen mit dem Netzwerk Leichte Sprache, dass es alle wichtigen Informationen auch in Leichter Sprache gibt. Zum Beispiel: Anträge auf den Ämtern, Gesetze, Gebrauchsanleitungen, Informationen in den Zeitungen, im Radio und im Fernsehen.

Deshalb führt Mensch zuerst am 5. Mai zwischen 11 und 14 Uhr ein Informations- und Schulungsseminar für Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Behörden und Organisationen in Kassel im ZSL, Kölnische Str. 99 durch.

Leichte Sprache sei nicht nur für Menschen mit Lernschwierigkeiten wichtig. Sie nützt auch anderen Menschen: Zum Beispiel Menschen mit nichtdeutscher Herkunftssprache, älteren Menschen oder Menschen, die nur wenig Leseerfahrung haben.

Mehr noch: Leichte Sprache ist für alle gut! "Oder haben Sie sich noch nie über einen komplizierten Brief vom Amt oder eine unverständliche Gebrauchsanweisung geärgert?", fragt Stefan Göthling. sgö

Mehr Informationen zur Veranstaltung gibt es bei stefan.goethling@menschzuerst.de
 

 
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