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kobinet-nachrichten 25.07.2009 - 08:42
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Mainzer Volkshochschule wird barrierefrei

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Mainz (kobinet) Für die Behindertenbeauftragte von Mainz geht mit dem barrierefreien Umbau der Mainzer Volkshochschule ein Traum in Erfüllung. Im Rahmen des Konjunkturprogrammes konnten nun über 200.000 Euro aus dem Bildungsetat zur Verfügung gestellt werden, für die die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen diese Woche den Bewilligungsbescheid übergab.

Mittels eines neuen Glasaufzuges soll an der Mainzer Volkshochschule im Haus A die Barrierefreiheit hergestellt werden. Haus B, C und H haben bereits Aufzüge. Nach der Übergabe des Bewilligungsbescheides in Höhe von 204.120 Euro durch die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) können die Bauarbeiten in den nächsten Tagen beginnen. Das Geld für den 13-Personen-Aufzug kommt einem Bericht der Allgemeinen Zeitung Mainz aus einem Sonderprogramm des Landes, mit dem das Konjunkturpaket II des Bundes in Rheinland-Pfalz umgesetzt wird. Zehn Prozent zahlt dabei die Volkshochschule. "Hier kann man bald sehen, was das Konjunkturprogramm Gutes bringen kann. Ich denke, damit kann man auch die Kritiker überzeugen", erklärte Ahnen in der Allgemeinen Zeitung. "Der Aufzug ist auch ein Beitrag zur Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen und damit zu einer größeren Chancengleichheit".

"Wir sind sehr froh, dass wir die Bewilligung nun bekommen haben. Denn bisher war es beispielsweise nicht möglich, problemlos in den großen Vortragssaal zu gelangen oder wenn ein Kunde mit Behinderung ein Gespräch mit einem Mitarbeiter wollte, musste der Mitarbeiter nach unten kommen und das Gespräch im Foyer führen", wird der Direktor der Volkshochschule, Horst Leder in der Allgemeinen Zeitung zitiert. "Ich denke, dass wir eine gute Resonanz bekommen werden." Für die langjährige Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz, die selbst einen Elektrorollstuhl nutzt, war die Übergabe des Bewilligungsbescheides ein großer Tag. "Den Traum, dass die Mainzer Volkshochschule einmal voll barrierefrei wird hatte ich schon fast abgeschrieben. Das dies jetzt Realität wird zeigt mir, dass es sich lohnt, dass wir immer wieder unsere Interessen vertreten und beharrlich für Barrierefreiheit und das Leben behinderter Menschen mitten in der Gesellschaft eintreten", so Marita Boos-Waidosch. "Vor allem freue ich mich aber darüber, dass es in Rheinland-Pfalz in den verschiedenen Bereichen gelingt, dass die Mittel aus dem Konjunkturprogramm konsequent für mehr Barrierefreiheit eingesetzt werden. Und damit ist sie sich mit dem Landesbehindertenbeauftragten, Ottmar Miles-Paul, einig. Dieser hatte sich schon sehr früh dafür eingesetzt, dass neben der Energieeffizienz auch die Barrierefreiheit als Kernziel bei der Umsetzung und vor allem bei der Bewilligung der Mittel des Konjunkturprogramms festgeschrieben wird. So ist er auch Mitglied des Paktes für Rheinland-Pfalz, ein vom Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz einberufenes Gremium, das die Umsetzung des Konjunkturprogrammes begleitet. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Karin Kestner schrieb am 25.07.2009, 11:09

Wirklich barrierefrei?

Ist die VHS wirklich barrierefrei? Hat man daran gedacht, dass es auch gehörlose Menschen gibt, die nie in einen VHS Kurs gehen können, weil sie die Refereten dort nicht ohne Dolmetscher verstehen können?
Es ist nicht genug nur an die Rollstulhfahrer zu denken - zur wirklichen Barrierefreiheit gehört schon mehr!
Hallo Ottmar - wie sieht es aus? :-)

Viele Grüße
Karin

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