
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
Frankfurt am Main (kobinet) Die Stadt Frankfurt beschäftigt über 10 Prozent schwerbehinderte Menschen. Damit nimmt die Mainmetropole im Städtevergleich eine Spitzenposition ein. Personaldezernent Markus Frank betonte: "Die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ist ein Gewinn für alle."
Nach seinen Angaben waren im vergangenen Jahr 1.283 schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stadt Frankfurt beschäftigt. "Mit 10,42 Prozent erreicht die Stadt Frankfurt den höchsten Stand seit Ermittlung der Beschäftigungsquote. Die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtquote von fünf Prozent haben wir damit zum wiederholten Male deutlich überschritten und wir nehmen mit einer Quote von mehr als zehn Prozent auch im Vergleich zu anderen
öffentlichen Arbeitgebern eine Spitzenstellung ein", erklärte der Personalchef.
Die Eingliederung von schwerbehinderten Menschen in Arbeit und Ausbildung ist eine wesentliche Voraussetzung für ihre gleichberechtigte Teilhabe am täglichen Leben. Dieser für die Gesellschaft überaus wichtigen Aufgabe stellt sich die Stadt Frankfurt seit Jahren mit hohem Engagement. So wurden im vergangenen Jahr 27 Schwerbehinderte neu eingestellt - das sind 14 mehr als im Jahr zuvor - und 116 Schwerbehinderte wurden neu anerkannt. Die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung wird in der Stadtverwaltung mit einer Vielzahl von Maßnahmen gefördert. Dabei arbeitet die Stadt sehr eng mit den Schwerbehindertenvertretungen zusammen.
"Behinderte Menschen zeichnen sich durch eine hohe Motivation und Identifikation mit ihrer Arbeit aus", berichtete Markus Frank aus den Erfahrungen der Stadt mit schwerbehinderten Beschäftigten. "Besonders zu würdigen ist, wie sie ihr individuelles Leistungspotential abrufen können." Deswegen appellierte er auch an die Frankfurter Unternehmen, bei der Neubesetzung von Stellen auch auf die Erfahrungen und die Kompetenz Schwerbehinderter zurückzugreifen. Ein behindertengerechter Arbeitsplatz sei schon mit kleinen Dingen einzurichten und die Kosten für größere Maßnahmen müssten oft nur zu einem geringen Teil vom Unternehmen getragen werden. sch