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13.08.2009 - 15:04

Für Berlins behinderte Kinder fehlen Schulhelfer.

Berlin (kobinet) Zum kommenden Schuljahr können nach bisherigem Stand nicht alle behinderten Kinder in vollem Umfang von Schulhelfern betreut werden. Wie die Berliner Zeitung heute berichtet, stehen bisher nur acht Millionen Euro für diese Honorarkräfte zur Verfügung. Nötig wären aber 9,5 Millionen Euro, wie die Bildungsverwaltung bestätigte.

Eltern von geistig oder körperlich behinderten oder autistischen Kindern fürchten nun, dass diese Schüler gar nicht mehr alle Schulstunden besuchen können. Einzelne Schuldirektoren sollen dies, etwa in Spandau, bereits betroffenen Eltern gesagt haben. "Ohne Schulhelfer können diese Kinder nicht oder nur eingeschränkt am Unterricht teilnehmen", zitiert das Blatt aus einer gemeinsamen Erklärung vom Elternzentrum Berlin und dem Netzwerk Förderkinder. "In besonders schweren Fällen besteht eine Selbstverletzungsgefahr oder gar eine Gefahr für andere Kinder."

Viele der besorgten Eltern beteiligen sich jetzt am Widerstand gegen die geplante automatisierte Schülerdatei, deren Einführung zunächst 22 Millionen Euro kosten soll. Von diesem Geld soll nun der Schulhelfer-Etat aufgestockt werden. Deshalb wollen sich Eltern behinderter Kinder auch an einer Demonstration gegen die Schülerdatei am 12. September vor dem Roten Rathaus beteiligen. sch

 

 
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