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19.10.2009 - 06:48

VdK-Integrationspreis für Ausbidlung und Beschäftigung verliehen.

Düsseldorf (kobinet) Zum zweiten Mal wurde letzte Woche der nordrhein-westfälische VdK-Integrationspreis für Menschen mit Behinderung in Ausbildung und Beschäftigung im Gesamtwert von 18.000 Euro verliehen. Insgesamt neun Preisträgerinnen und Preisträger aus ganz Nordrhein-Westfalen wurden ausgezeichnet.

Schirmherr des Preises ist Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Stellvertretend für Minister Laumann beglückwünschte Staatssekretär Dr. Walter Döllinger die Ausgezeichneten: "Wir würdigen heute bewundernswerte Menschen. Sie sind großartige Vorbilder für uns alle. Denn sie zeigen, dass man trotz Handicap aus seinem Leben etwas machen kann. Sie setzen ein Zeichen nicht nur für berufliche Teilhabe, sondern auch für umfassende gesellschaftliche Integration. Minister Laumann hat sehr gerne wieder die Schirmherrschaft für den Preis übernommen, denn der VdK ist damit ganz auf der Linie der Landesregierung, die mit ihrem Programm ‚Teilhabe für alle' Menschen mit Behinderung in die Mitte der Gesellschaft holen will."

VdK-Landesvorsitzender Ulrich Schmidt gratulierte den Gewinnerinnen und Gewinnern: "Wir freuen uns, mit dem VdK-Integrationspreis neun Menschen ehren zu dürfen, die sich durch außergewöhnliche berufliche, Ausbildungs- oder Studienleistungen auszeichnen, und die uns auch durch ihre Persönlichkeit besonders beeindruckt haben. Wir möchten mit dem VdK-Integrationspreis dazu beitragen, dass Menschen mit Behinderung nicht auf ihre Einschränkung reduziert werden, sondern dass ihre individuellen Leistungen und Fähigkeiten sowie ihre Persönlichkeit im Vordergrund stehen. Dass Menschen mit Behinderungen sehr wohl Leistungsträger sein können, dafür sind die neun Preisträgerinnen und Preisträger die besten Beispiele." Dieses Bewusstsein noch mehr in den Köpfen der Arbeitgeber zu verankern, dazu wolle der VdK-Integrationspreis beitragen, so der VdK-Landesvorsitzende.

Die Preisträger des in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehenen VdK-Integrationspreises sind:

Dr. Oliver Semler (Köln) Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Assistenzarzt an der Universitätsklinik Köln, u.a. mit dem Aufbau einer Ambulanz für Kinder mit Glasknochenkrankheit betraut, von der er selbst betroffen ist

Ernst-Norbert Möller (Mönchengladbach), Pflegedienstleiter eines ambulanten Pflegedienstes, von Geburt an von einer an Gehörlosigkeit grenzenden Schwerhörigkeit betroffen

Van-Tinh Nguyen (Düsseldorf), Verwaltungsangestellter bei der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, leidet seit einem Bombenangriff in Vietnam unter starken Verbrennungen, dem Verlust des linken Armes und Teilverlust der rechten Hand sowie fast völliger Blindheit

Meike Trapmann (Mönchengladbach), Industriekauffrau, beschäftigt bei der Sozialholding in Mönchengladbach, spastische Cerebralparese

Daniel Böhme (Warstein), arbeitet als landwirtschaftlicher Produktionshelfer auf einem Gutshof, geistige Entwicklungsstörung

Hildegard Nielebock (Lennestadt), Mitarbeiterin in einer Werkstatt für behinderte Menschen, kann aufgrund einer Multiplen Sklerose im fortgeschrittenen Stadium mit Lähmungserscheinungen nur noch ihren Kopf bewegen

Sarah Grimm (Bielefeld), Auszubildende zur Sport- und Fitnesskauffrau in einem Frauenfitnessstudio, psychische Behinderung

Charlotte Müller (Essen) Auszubildende zur Modistin in einer Hutmanufaktur, beidseitig nahezu gehörlos

sowie als weitere Preisträgerin eine Studentin der Rechtswissenschaften, die nicht namentlich genannt werden möchte.

Der vom Sozialverband VdK NRW initiierte Integrationspreis wird unterstützt von der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände NRW e.V. (arbeitgeber nrw), Deutscher Gewerkschaftsbund NRW (DGB NRW), Industrie- und Handelskammer NRW (IHK NRW), Landtag NRW, Landschaftsverband Rheinland (LVR), Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS NRW), Nordrhein-Westfälischer Handwerkstag (NWHT), Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit (RD NRW der BA). moh
 

 
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