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kobinet-nachrichten 21.01.2010 - 06:53
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Kreativität für barrierefreie Landesgartenschau gefordert

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Hemen (kobinet) Für eine barrierefreie Landesgartenschau in Hemer macht sich die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow stark. Berge könne man nicht versetzen - Kreativität sei aber gefragt, um die Angebote bei der hügeligen Landesgartenschau barrierefrei für alle zu gestalten.

"Eine Gartenschau ohne Barrieren ist im hügeligen Sauerland eine besondere Herausforderung für die Organisatoren. Es darf nicht passieren, dass Menschen mit Behinderung vom Besuch dieser schönen Anlage ausgeschlossen werden. Berge kann man zwar nicht versetzen, aber es gibt viele technische Möglichkeiten, um allen Besucherinnen und Besuchern einen schönen und unbeschwerten Aufenthalt hier in Hemer zu bieten", erklärte die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow gestern bei einem Besuch des Geländes der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau 2010. "Ein absolutes Muss sind zum Beispiel behindertengerechte Stellplätze für PKW und Fahrräder, barrierefreie Gebäude, WC-Anlagen und Kassenhäuschen, die Menschen mit Behinderung selbständig nutzen können. Auch behindertengerechte Spielplätze, Leitsysteme für Sinnesbehinderte und gute Informationen sowie ein regelmäßiges Angebot an persönlicher Hilfe und Unterstützung sind unerlässlich und runden eine barrierefreie Landesgartenschau ab. Ganz wichtig ist es mir, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort immer ein offenes Ohr für die Menschen mit Behinderung haben", so Angelika Gemkow.

Die Beauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für die Belange der Menschen mit Behinderung besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Michael Esken, Geschäftsführer Peter Friedrich und Vertretern der Behindertenverbände das Gelände der Landesgartenschau in Hemer. "Bis zur Eröffnung im März entsteht hier in Hemer ein 'Garten ohne Grenzen', der alle Bürgerinnen und Bürger zur Landesgartenschau ins schöne Sauerland einlädt. Im Rahmen meiner landesweiten Tour 'Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren' will ich auch hier in Hemer anhand guter Beispiele zeigen, wie man bauliche Hürden vermeiden und mehr Komfort, Mobilität und Sicherheit für alle Menschen schaffen kann", so Angelika Gemkow. "Wir müssen überall in Nordrhein-Westfalen noch ernsthafter als bisher die richtigen Weichen zum Abbau von baulichen Barrieren stellen. Gute Beispiele wie hier in Hemer machen Mut dazu, selbst aktiv zu werden und Barrieren abzubauen."

In Hemer wurde ein ehemaliges Bundeswehrgelände in einen Landschaftspark umgewandelt. Behinderte Gäste der Landesgartenschau 2010 werden u.a. einen Shuttleservice oder eine Begleitung durch das Serviceteam nutzen können, um den Park zu erkunden. Der Park der Sinne, der Klanggarten, der Tastgarten, der Garten des Lichts oder der Duftgarten werden gerade Menschen mit Sinnesbehinderungen viele spannende Eindrücke und Erlebnisse bieten.

In Nordrhein-Westfalen leben fast 1,7 Millionen Menschen mit einer Behinderung von 50 Prozent und mehr. Von den 1,7 Millionen Menschen mit Behinderung sind 1,1 Millionen Menschen über 60 Jahre alt. Dazu kommen 460.000 pflegebedürftige Menschen. moh

Weitere Infos zur Landesgartenschau 2010 gibt's unter: www.landesgartenschau-hemer.de.
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

A. Heinker schrieb am 21.01.2010, 23:32

@ G. Vieler

Ist es wirklich ein Drama nicht (sofort) zu wissen, wo das Sauerland und wie (bergig oder so) beschaffen ist?
In Anlehnung des Satzes "Erst überlegen, bevor man einen Leserbrief schreibt." aus Ihrem Leserbrief: Erst überlegen, bevor man überheblich ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie jeden Flecken in der Bundesrepublik Deutschland so kennen, dass sie sofort sagen (können), wie' da aussieht usw.
A. He.

Gerd Vieler schrieb am 21.01.2010, 21:32

Das Sauerland ist ein Mittelgebierge

Lieber Leserbriefschreiber zuvor. Ein Blick in die Topographie dürfte Ihre Frage beantworten. Hemer hat Felsen, deshalb auch Feslenmeer, Berge und Hügel. Da kann man nicht Schwerin mit Hemer vergleichen. Hemer bietet viel Betreuung für die Menschen bei der LAGA: herzlich willkommen bei uns. Erst überlegen, bevor man einen Leserbrief schreibt.

Ralf Düring schrieb am 21.01.2010, 08:26

Landesgartenschau

Hallo an alle...
Es sollte ja selbstverständlich sein, dass einen Landesgartenschau barrierefrei ist.
Wenn Fördermittel fließen (egal aus welchem "Förder-Topf") muss es Maßgabe sein, dass wirklich alle Menschen Zugang bei diesem Event haben.

Vielleicht können bzw. sollten sich die "Macher" mal mit den Verantwortlichen der Bundesgartenschau des Vorjahres in SCHWERIN in Verbindung setzen. Was ich da gesehen und bemerkt habe, war sehr gut gelungen.
Da die BUGA-Gesellschaft zum Jahresende wohl aufgelöst wurden ist, wäre der Kontakt über die Stadt SCHWERIN am sinnvollsten.
"Warum soll das Fahrrad noch mal erfunden werden."? - man kann/sollte bereits bewährtes ja übernehmen können. zb. das Ausleihen von Rollatoren usw.

Ralf aus SACHSEN-ANHALT

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