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kobinet-nachrichten
05.02.2010 - 06:18
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Frankfurt am Main (kobinet) Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) sind sechs Prozent der Eltern in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland der Meinung, dass ihr Kind an AD(H)S leidet. Das bedeutet, dass statistisch gesehen in jeder Schulklasse mit 30 Schülern zwei Kinder mit dieser Diagnose sitzen. AD(H)S beschreibt Aufmerksamkeitsdefizite bzw. eine Hyperaktivitäts-Störung, die im Volksmund auch als Zappelphilipp-Syndrom bekannt ist.
"AD(H)S darf nicht als schnelle Erklärung für ein anstrengendes Kind herhalten, das sich elterlichen, erzieherischen oder gesellschaftlichen Normen nicht entsprechend verhält. Nicht alles, was auffällig ist, muss auch krankhaft sein", so Denise Jacoby, Sprecherin der TK in Hessen. Die TK verzeichnet in diesem Zusammenhang eine deutliche Zunahme der an Kinder verordneten Psychopharmaka: "Immer mehr Kinder erhalten Methylphenidat zur Behandlung von AD(H)S. In den letzten drei Jahren hat das Arzneimittelvolumen um über 30 Prozent zugenommen", so Jacoby. 2009 hat allein die TK über neun Millionen Euro für diese Medikamente ausgegeben. Mehr als jedes zehnte Kind hat im letzten Jahr ein solches Präparat bekommen.
Die Diagnose AD(H)S bedarf einer umfassenden Diagnostik. Dazu gehören ausführliche Gespräche mit Eltern, Lehrern und Erziehern, sowie umfangreiche Untersuchungen. Es sollte immer abgeklärt werden, ob die Symptome nicht andere Ursachen haben könnten. Wichtig ist, dass die Störung im frühen Kindesalter festgestellt wird, in der Regel vor dem sechsten Lebensjahr. Nur mit einer ausführlichen Diagnostik kann die geeignete Therapie gefunden und verhindert werden, dass voreilig Methylphenidat, auch bekannt als Ritalin, zum Einsatz kommt. Medikamente für sich allein sind noch keine Therapie; sie machen die Behandlung der betroffenen Kinder oft überhaupt erst möglich. Arzneimittelrechtlich sind sie ausschließlich als Teil eines umfassenden Behandlungsprogramms zugelassen - beispielsweise in Verbindung mit psychotherapeutischen und pädagogischen Maßnahmen, heißt es in der Presseinformation der Techniker Krankenkasse. moh
Cordula Müller schrieb am 08.02.2010, 06:03
Hier möchte ich mal die TK fragen, ob sie als Krankenkasse dem Gemeinsamen Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung positiv gegenübersteht.
Denn leider landen AD(H)S Kinder sehr oft in Sonderschulen.
Wir haben schon viele Kinder "rumreichen " müssen, weil eine Grundschule völlig überfordert ist mit diesen KIndern, andere aber sehr offen damit umgehen.
Krankenkassen könnten prima Partner werden, wenn gewisse therapeutische Maßnahmen schneller und überhaupt beim Kind ankommen würden. Wir selbst mussten bei obiger Krankenkasse etliche Bearbeitung über uns ergehen lassen, bis wir ENDLICH die Zusage zum geringen!!!!!! Kostenanteil für das Psychomotorikturnen bekamen.
Und liebe Krankenkassen, wo sind sie die Sport und Fitnesskurse für unsere besonderen Kinder??? Wir meinen nicht KG; Ergotherapie, Logopädie sondern Gruppen, in denen die Kinder zusammen mit Regelkindern Sport ausüben dürfen?
Wasilios Katsioulis schrieb am 06.02.2010, 00:02
hierzu auch:
www.ads-kurse.de/verkannte_genies.htm
adhdlab.com/strengths/are-you-an-adhd-genius/
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