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05.02.2010 - 06:54

Kritik an schulischer Integration in Rheinland-Pfalz.

Mainz (kobinet) Der Landesvorstandssprecher der rheinland-pfälzischen Grünen, Daniel Köbler, forderte von der rheinland-pfälzischen Landesregierung verstärkte Anstrengungen zur Inklusion behinderter Kinder und Jugendlicher in die Regelschulen.

Zur gestrigen Veranstaltung des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums und des Bundesfamilienministeriums "Vielfalt leben - Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen" erklärte Daniel Köbler: "Ich begrüße die Entwicklung eines Landesaktionsplans für mehr Chancengleichheit von Kindern mit und ohne Behinderung. Dies ist ein wichtiger und überfälliger Schritt auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft. Leider hinkt Rheinland-Pfalz an der Schlüsselstelle zum Abbau von Benachteiligung, dem Bildungssystem, diesem Ziel meilenweit hinterher. So bestätigt unter anderem ein bundesweit beachtetes Gutachten von Prof. Riedel unsere Auffassung, dass das rheinland-pfälzische Schulgesetz nicht mit der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen vereinbar ist und somit gegen das Grundgesetz verstößt. Wir fordern einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in der Regelschule auch für Kinder mit Behinderungen."

Die Landesregierung habe die Inklusion im Schulsystem zu lange vernachlässigt. Immer noch liege die Inklusionsquote in Rheinland-Pfalz unter dem Bundesschnitt und viel zu weit hinter Ländern wie Bremen und Schleswig-Holstein zurück. Dass im Jahr 2008 nur 13 Prozent der Kinder mit Behinderungen eine Regelschule besucht hätten, zeige, dass Rheinland-Pfalz von einer Vorreiterrolle in diesem Bereich meilenweit entfernt sei. Die Landesregierung müsse einige Gänge zulegen um im Bildungssystem mehr Gerechtigkeit zu erreichen, so Köbler. moh
 

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