
Düsseldorf (kobinet) Mehr Sachverständige für Barrierefreiheit hat Nordrhein-Westfalens Behindertenbeauftragte Angelika Gemkow heute in Düsseldorf auf der Sitzung des Landesbehindertenbeirates gefordert, an der auch Bundesbehindertenbeauftragter Hubert Hüppe teilnahm. Durch solche Bauexperten könnten die teuren Fehler bei Planungen und Sanierungen vermieden werden. Sie beraten, informieren und überprüfen.
Hüppe unterstützte Gemkow, dass die Herstellung von Barrierefreiheit eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft und Bestandteil der UN-Behindertenrechtskonvention sei. Die UN-Konvention müsse in Bund, Ländern und Kommunen zügig umgesetzt werden.
Beispielsweise müssten die Themen inklusive Bildung und berufliche Teilhabe weiter vorangetrieben werden, so Hüppe: "Teilhabe und Inklusion fangen klein an. Durch gemeinsam erlebte Zeit in Kita, Schule sowie Ausbildung und Studium entstehen wechselseitige Berührungsängste gar nicht erst, ein Leben in Vielfalt ist selbstverständlich."
Auch nicht behinderte Arbeitgeber und Personalverantwortliche
würden dann zuerst auf das achten, was der behinderte Mensch kann und nicht auf das, was er oder sie nicht kann. Denn die Konvention fordere auf, Maßnahmen einzuleiten, die Menschen mit Behinderung eine berufliche Teilhabe ermöglichten. Der Schwerpunkt liege dabei ganz deutlich auf Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt, erklärte der Bundesbehindertenbeauftragte. "Wir werden uns der Aufgabe stellen müssen, dieser Forderung nachzukommen - nicht zuletzt deshalb, weil wir es uns schlichtweg nicht leisten können, eine ganze Gruppe von Menschen mit ihren Talenten und ihrem Einsatzwillen vom Arbeitsmarkt fernzuhalten." sch