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11.05.2010 - 17:34

Botschaft des Protesttages angekommen.

Berlin (kobinet) Eine von Betroffenen am 5. Mai in Berlin vorgetragene Forderung, die Beteiligung von Menschen mit Behinderung am Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch, ist beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angekommen. Das registrierte heute die Bundestagsabgeordnete Silvia Schmidt, Initiatorin der Bundesinitiative Daheim statt Heim und Mitveranstalterin der Menschenkette am Europäischen Protesttag in Berlin.

Bisher hatte Familienministerin Kristina Schröder keinen Vertreter von Menschen mit Behinderung beteiligt. Dies hatten zahlreiche Vertreter von Betroffenenorganisationen und der Veranstalter der Aktion im Berliner Regierungsviertel gefordert. Dörte Gregorschewski vom Weibernetz sprach auf der Kundgebung vor dem Reichstag von einem Skandal (kobinet 5.5.10).

„Offenbar hat die Regierung ein Ohr an der Veranstaltung gehabt, obwohl man sich zur Entsendung eines offiziellen Vertreters vor Ort nicht durchringen konnte. Die Ministerin will nach Pressberichten nun auch Menschen mit Behinderung beteiligen. Schade nur, dass sie erst darauf hingewiesen werden musste“, so eine Presseinformation der sozialdemokratischen Abgeordneten. „Es freut mich sehr, dass es gelungen ist, eine Änderung dieses unhaltbaren Zustandes zu erreichen. Gerade Kinder mit Behinderung, aber auch Erwachsene, sind besonders in Einrichtungen einem hohen Risiko des Missbrauchs ausgesetzt. Die Beteiligung am Runden Tisch ist daher zwingend Voraussetzung, um der Zielstellung des Beratungsgremiums gerecht zu werden, dem Problem offensiv und breit angelegt zu begegnen“, so Schmidt. sch
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Max Mütze schrieb am 11.05.2010, 18:14

Es soll eingeladen werden

Da bleiben die Fragen, wann wird wer und wohin eingeladen. Hubert Hüppe, der nach seinem Besuch im Bundesfamilienministerium vom Einlenken nach dem Protest Betroffener am 5. Mai berichtete, war bei seiner Verlautbarung noch ein wenig unkonkret.

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