
Von Uwe Gieche
Berlin (kobinet) Ein Großteil der deutschen Behindertenleichtathletikelite war bei den offenen Berlin-Brandenburger Leichtathletikmeisterschaften mit Beteiligungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen sowie England, Bulgarien, Tschechien und Dänemark in Birkenwerder bei Berlin am Samstag anzutreffen. Unter den rund 300 Teilnehmern gingen auch die mehrfache Paralympicssiegerinnen Marianne Buggenhagen aus Berlin, Martina Willing aus Brandenburg sowie Yvonne Sehmisch aus Cottbus an den Start.
Bei den Männern überprüfte der 400m-Paralympicssieger von Peking, Matthias Schröder (PSC Berlin), erstmals im Rahmen eines Mehrkampfes seine aktuelle Leistungsfähigkeit nach fast dreimonatigem Trainingsausfall. Er ging sowohl über die 100m als auch über die 200m als Sieger hervor. Sein Clubkamerad Thomas Ulbricht gewann mit respektablen 6.50m den Weitsprung innerhalb des Mehrkampfes.
Viele Athleten nutzen die Chance, um sich noch für die Anfang Januar nächsten Jahres in Neuseeland stattfindenden Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Dazu zählte auch Birgit Kotzer aus Leverkusen, die das Kugelstoßen gewann. Gleiches gelang auch der sehbehinderten Kathrin Müller-Rottgardt (Berlin), die sich im Weitsprung mit der Siegerweite von 5.04m für die WM empfahl.
Unter den Betreuern war auch die noch amtierende Speerwurfweltmeisterin, die in Leverkusen als Trainerin im Behindertensport arbeitet. „Die äußeren Bedingungen waren nicht ganz optimal, aber die gezeigten Leistungen lassen für die weitere Vorbereitung aller Athletinnen und Athleten auf die WM hoffen“, meinte Steffi Nerius. sch