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07.09.2010 - 05:07

Keine fremdnützige Forschung an Menschen mit Behinderungen.

Berlin (kobinet) Seit 2008 wird nach Informationen des behindertenpolitischen Sprechers der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Markus Kurth, von der Bundesregierung ein "bioethisch sehr fragwürdiges Forschungsprojekt" des Wissenschaftlernetzwerkes (MRNET) finanziell gefördert.

"Im Rahmen des Projektes werden körperliche Untersuchungen an Kindern mit 'psychomotorischer Entwicklungsstörung' sowie genetische Untersuchungen bei diesen Kindern und ihren Eltern durchgeführt. Nach den uns vorliegenden Informationen liegen bei dieser Studie fremdnützige Aspekte im Vordergrund", schreibt Markus Kurth in einer Presseinformation. Aus diesem Grund haben Bündnis 90/Die Grünen eine ausführliche Anfrage an die Bundesregierung gestellt.

"Wir wollen nun wissen, wie die Bundesregierung zu dem Vorwurf der fremdnützigen Forschung steht, ob die Bundesregierung aus diesem Forschungsprojekt prognostische Schlussfolgerungen ableitet, ob die beteiligten Humangenetikinstitute finanzielle Gesichtspunkte leiten und wie die Bundesregierung dies bewertet", so Markus Kurth. Mit der Antwort der Bundesregierung rechnet Markus Kurth in den nächsten Tagen. cm
 

 
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