
Hannover (kobinet) Der Sozialverband Deutschland in Niedersachsen (SoVD) fordert von der niedersächsischen Landesregierung einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu entwickeln. Damit unterstützt Niedersachsens größter Sozialverband einen aktuellen Entschließungsantrag der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
"Die Landesregierung ist nun gefordert. Wir brauchen einen Aktionsplan, um die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen im Interesse der Menschen mit Behinderung auch in Niedersachsen umzusetzen", sagte SoVD-Landesvorsitzender Adolf Bauer. Diese Forderung hatte der SoVD bereits anlässlich seiner Fachtagung im Mai 2010 formuliert.
"Das von der UN festgeschriebene Ziel der Inklusion in allen Lebensbereichen kann nur erreicht werden, wenn die Politik nun rasch handelt und auch die Verbände beteiligt", fordert Bauer. Die Landesregierung trage dafür die Verantwortung und habe die Organisationen behinderter Menschen und weitere Akteure im Land intensiv in den Prozess einzubinden. "Die Änderung des niedersächsischen Schulgesetzes und die Festschreibung des Vorrangs gemeinsamen Lernens sowie die Herstellung der Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen sind entscheidende Voraussetzungen auf dem Weg zu einer wirklichen Teilhabe behinderter Menschen", betonte der SoVD-Landesvorsitzende. moh