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Leserbriefe.

Zu "Schildbürger von St. Pauli", 03.09.2010 - 22:55 (zum Artikel).

Gunther H. Schweickert schrieb am 06.09.2010, 00:43

Sachlich bleiben wäre hilfreich!

Weder der alberne Vorschlag mit Bw-Ferngläsern noch das Herumreiten auf i.d.R. (!) sachlich falschen, aber nun mal üblichen Redewendungen (und das noch unter Verwendung des ortographisch falschen Binnen-I's) helfen in der Sache weiter. Viel interessanter ist die Frage, ob der Umbau dieses öffentlichen Gebäudes vorher hinsichtlich der nach DIN- und anderen Normen gebotenen Barrierefreiheit geprüft wurde und wer ggf. bei dieser Prüfung schlicht gepennt hat. Abgesehen davon: Hat der FC St. Pauli keine(n) Behindertenbeauftragte(n) wie z.B Fortuna Düsseldorf?

Lese Brille schrieb am 04.09.2010, 13:42

Echt??

Da weiss einer von RollstuhlfahrerInnen die an den Rollstuhl gefesselt sind? Is ja furchtbar!!

Sofort losbinden! Hört Ihr? SOFORT!!

Lothar Epe schrieb am 04.09.2010, 12:25

Über Dummheit und wie man ihr gegegnen könnte

Da das Kind ohnehin schon in den Brunnen gefallen ist, hilft wohl nur noch eine gehörige Portion Pragmatismus, frei dem Motto geschuldet" "Für jedes Problem gibt es auch eine Lösung".

Wenn man also nun die Rollstühle einfach ein bisschen höher plazierte, etwa über so eine Art Rampenlösung, wobei ich die genauen örtlichen und baulichen Verhältnisse leider nicht kenne, damit auch die nicht so hoch gewachsenen Rollstuhlfahrer wieder etwas vom Spielgeschehen erblicken könnten, stände dem möglicherweise nur noch entgegen, dass die "Werbeflächen-Verantwortlichen" sie (die Rollstuhlfahrer) als so eine Art "Rampensäue" betrachten, die die Blicke der vermeintlichen Kunden von der Werbung weg und zu den Rollstuhlfahrern hin ziehen würden und eine solche Lösung deshalb nicht praktikabel wäre.

Ich behaupte im übrigen gerne, das derjenige, der sich ein Fußballspiel anschaut, ob im Stadion oder im Fernsehen, seinen Blick auf das Spiel und nicht auf die Werbebanner richtet, und damit im konkreten Fall auch nicht auf die Rollstuhlfahrer.

Aber in einem solchen Fall würde es dann wohl ohnehin, sagen wir einmal Sinn machen, die hiefür Verantwortlichen zumindest vorübergehend ihrer Freiheit zu berauben und zu fesseln, denn soviel Dummheit gehört eindeutig bestraft etwa so wie die Rollstuhlfahrer an den Rollstuhl gefesselt sind, beispielsweise um ihnen einmal ganz praktisch vor Augen zu führen, wie sich Gefangenschaft anfühlt, was dem einen oder anderen, so bleibt zumindest zu hoffen, den Blick für das Wesentliche öffnen könnte, vielleicht kann man dadurch das immense Ausmaß an Dummheit ein wenig einschränken.

Bleibt vielleicht noch die Frage, was denn hier das Wesentliche überhaupt ist, aber das sollte ohnehin jeder für sich selbst heraus finden müssen.

Lothar Epe
Eika e. V.
Polio-Forum

Karin Kestner schrieb am 04.09.2010, 07:02

Lach

Danke für den Lacher am morgen :-) da kann ich den Tag doch gut anfangen.
Viele Grüße Karin

P. Patzig schrieb am 03.09.2010, 22:25

@ St. Pauli

Hallo Gerlef,
bis die Betonwerker hoffentlich erfolgreich waren, könntet ihr euch Scherenfernrohre besorgen lassen. Zwei in der Hamburger Behindertenszene bekannte Bundeswehroffiziere der Reserve, die sich schon für einen Zauberwürfel engagiert haben, sollten dabei helfen. Die Dinger müssten aus dem überflüssigen Arsenal einer demnächst kleiner werdenden Bundeswehr leicht zu beschaffen sein.

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